Wirtschaft



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14.09.2007
 

Inflation

Bildung wird zum Luxusgut

Der Preis für Bildung explodiert: Zumindest sind nach der Einführung von Studiengebühren die Kosten dafür im Vergleich zum Vorjahr um fast 29 Prozent gestiegen. Nur für Butter gingen die Preise laut Statistischem Bundesamt zeitgleich noch stärker in die Höhe.

Wiesbaden - Der Trend der Verbraucherpreise in Deutschland zeigt auch im August weiter nach oben - und das liegt nicht zuletzt an der Einführung von Studiengebühren. Heute ist Bildung 28,7 Prozent teurer als noch im August 2006. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Studenten in Hamburg: Bildung ist nach der Einführung von Studiengebühren deutlich teurer geworden
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DDP

Studenten in Hamburg: Bildung ist nach der Einführung von Studiengebühren deutlich teurer geworden

Insgesamt war das Leben in Deutschland im August 1,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Im Juli lag die Teuerungsrate ebenfalls bei 1,9 Prozent, im Juni bei 1,8 Prozent.

Doch nicht nur für Bildung mussten die Deutschen tiefer in die Tasche greifen. Rasante Preissteigerungen gab es auch bei Lebensmitteln: So mussten Verbraucher beispielsweise für Butter 36,6 Prozent mehr bezahlen als noch im Vorjahr, für Vollmilch 11,5 Prozent.

Auch die Preise für Alkohol und Tabakwaren (plus 3,8 Prozent), Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 2,6 Prozent) sowie für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 2,4 Prozent) sind in den letzten zwölf Monaten überdurchschnittlich gestiegen. Dagegen sind Bekleidung und Schuhe (plus 0,9 Prozent) sowie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (plus 1,2 Prozent) nur geringfügig teurer als im August 2006.

Billiger als im Vorjahr sind derzeit Mineralölprodukte - trotz Rekordpreise für Rohöl auf den Weltmärkten; Grund für die trotzdem niedrigeren Verbraucherpreise ist der starke Euro. Besitzer von Ölheizungen könnten jetzt ihre Tanks für weniger Geld füllen, rät das Bundesamt. Die Preise für Heizöl sanken im Schnitt um 7,6 Prozent. Auch Benzin kostet ein Prozent weniger als im August 2006.

koe/dpa/ddp/AP/Reuters

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