Bei aller Euphorie gibt es aber auch kritische Stimmen. "Es macht keinen Sinn, die gesamte Windenergie durch den Speicher zu schleusen", sagt Fritz Crotogino von KBB Underground Technologies, einer Firma in Hannover, die sich auf geologische Speicher spezialisiert hat. Er hält Druckluft nur in Zeiten von Windüberschuss für praktikabel. Ansonsten sei es besser, den Wind direkt in Strom umzuwandeln und ins Netz einzuspeisen.
Probleme gibt es auch mit der Temperatur. Denn beim Komprimieren heizt sich die Luft auf bis zu 700 Grad auf. Herkömmliche Kompressoren brauchen deshalb aufwendige Kühlsysteme. Andererseits kühlt sich die Druckluft rapide ab, wenn sie wieder aus dem Speicher strömt. Damit aus der Turbine keine Eiswürfel plumpsen, muss man Wärme zuführen.
Neuere Techniken könnten dieses Problem allerdings lösen. Dabei wird die Energie, die beim Komprimieren frei wird, in einem Wärmespeicher zwischengelagert – und beim Dekomprimieren wieder verwendet. Der Wirkungsgrad eines solchen, sogenannten adiabaten Druckluftspeichers kann von 45 Prozent auf bis zu 75 Prozent erhöht werden.
Kurt Rohrig von der Uni Kassel ist dennoch skeptisch. "Es ist ein einfaches physikalisches Gesetz: Beim Komprimieren von Luft wird Wärme freigesetzt." Natürlich könne man versuchen, diese Wärme einzufangen. Doch selbst wenn die Leitungen perfekt isoliert wären – "Energie geht in jedem Fall verloren".
Das gibt man auch bei General Compression zu: Das Unternehmen beziffert den Energieverlust auf rund 25 Prozent. Doch die Gebrüder Marcus haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Mit einem Trick wollen sie sich die verlorene Energie an anderer Stelle wieder holen.
Dazu nehmen die Amerikaner etwas zu Hilfe, was für Öko-Fundis niemals in Frage käme: eine herkömmliche Dampfdruckturbine, die mit Wärme aus einem Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerk betrieben wird. Druckluft eignet sich nämlich hervorragend als Ergänzung für ein Wärmekraftwerk. Energetisch ist das wesentlich sinnvoller, als die komprimierte Luft durch eine eigene, kalte Turbine zu jagen.
Das Ergebnis ist phänomenal: Presst man die Druckluft zusätzlich in eine ohnehin laufende Dampfdruckturbine, dann erhöht sich deren Wirkungsgrad nach Angaben von General Compression um 200 bis 300 Prozent. "Das macht den anfänglichen Energieverlust mehr als wett", sagt David Marcus. Natürlich funktioniert das Gleiche auch mit Wärme aus einem Biomassekraftwerk. "Dann ist der Strom hundertprozentig grün."
In dieser Woche stellt das Unternehmen seine Neuheit erstmals in Deutschland vor. Auf der weltweit größten Windkraft-Messe in Husum ist General Compression mit einem eigenen Stand vertreten. Hauptziel: weitere Investoren finden.
Bis die Technik angewandt wird, könnte es aber noch dauern. In den nächsten Jahren soll erst einmal weiter geforscht werden, 2010 könnten dann die ersten Prototypen gebaut werden. Geht alles gut, soll die kommerzielle Produktion 2011 beginnen.
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So pauschal ist die Aussage kompletter Dummfug. Die Lebensdauer einer Konstruktion hängt weniger vom Baustoff, als vielmehr von der richtigen Verarbeitung und Instandhaltung ab. Natürlich wird ein Stahlmast ohne [...] mehr...
Das ist nicht Neues. Die meisten Beiträge im SPON zu dem Thema Erneuerbare Energien haben das inhaltliche Niveau der 7.- 8. Klasse. Die haben meiner Meinung nach nicht den geringsten Grund auf die BILD-Zeitung herab zu sehen. [...] mehr...
Die Aussage ist zumindest nicht falsch. Oder haben Holztürme etwa eine Lebensdauer von weniger als zwei Jahrzehnten? mehr...
Zitat: Stahl ermüde bei ständiger Belastung schneller als Holz, "stählerne Windtürme halten 20 Jahre, dann sind sie durch, Holztürme dagegen haben eine Lebensdauer von mindestens zwei Jahrzehnten." Ein Beitrag für [...] mehr...
---Zitat--- *Herr der Holzbeine* Banken und Privatinvestoren sind begeistert http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,647615,00.html Stahl ermüde bei ständiger Belastung schneller als Holz, *"stählerne [...] mehr...
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