Wirtschaft



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19.09.2007
 

Strompreise

E.on-Chef entschuldigt sich für umstrittene Äußerung

Es war nicht nur patzig, sondern schlicht ungeschickt: Mit seiner Ansicht, Strom in Deutschland "sei eigentlich zu billig", hat E.on-Chef Bernotat Verbraucher verärgert. Jetzt entschuldigt sich der Strommanager für seine Bemerkung - auch wenn er sie immer noch richtig findet.

Hamburg - Die Empörung war programmiert, das hätte sich auch E.on Chart zeigen-Chef Wulf Bernotat denken können. Strom sei eigentlich zu billig, hatte er vergangene Woche getönt und damit für Ärger bei Verbrauchern und Politikern gesorgt. Jetzt rudert Bernotat zurück: Er habe für seien Aussage "Zuspruch bekommen, aber auch sehr viel und zum Teil auch heftige Kritik", schreibt Bernotat in der "Bild"-Zeitung. "Ich wollte niemanden vor den Kopf stoßen oder provozieren. Falls dies geschehen sein sollte, tut es mir leid."

E.on-Chef Bernotat: "Wollte niemanden provozieren"
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DPA

E.on-Chef Bernotat: "Wollte niemanden provozieren"

Allerdings bleibt der Konzernchef bei seiner inhaltlichen Aussage. Eine vierköpfige Familie zahle bei normalem Energieverbrauch pro Tag etwa 2,60 Euro für Strom - der Preis für eine Currywurst, ein Stück Kuchen oder ein großes Bier, aber noch nicht mal eine Schachtel Zigaretten, wie er weiter schreibt. "Wenn man sich diese Beispiele nüchtern vor Augen hält, dann ist Strom nicht zu teuer; gemessen daran, dass er vom Licht über den Herd und die Kaffeemaschine bis zum Fernseher unser modernes Leben erst möglich macht."

Bernotat gibt dem Staat die Hauptschuld für die steigenden Preise. "Die Strompreise werden inzwischen weitgehend vom Staat gemacht. Er ist zu fast 40 Prozent direkt verantwortlich durch Steuern, Umlagen und Abgaben. Er reguliert weitere rund 35 Prozent des Preises über die Netzentgelte", schrieb der Konzernmanager weiter.

sam/AFP

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