London - Die beiden Gründer dürften ausgesorgt haben. Maureen und Tony Wheeler hatten Lonely Planet 1972 nach ihren Flitterwochen in Asien ins Leben gerufen. Die damalige Reise hatten sie "mit einem alten Auto, ein paar Dollar in der Tasche und einem gewissen Sinn für Abenteuer" angetreten.
Nun ist das Paar 70 Millionen Pfund (100 Millionen Euro) reicher. Das berichtet ein Insider, der die Verkaufsgespräche mit BBC Worldwide, dem kommerziellen Zweig der British Broadcasting Corp (BBC), verfolgt hat. Demnach bewertet die BBC den Reiseverlag mit rund 100 Millionen Pfund (143 Millionen Euro). Da Maureen und Tony Wheeler bisher 90 Prozent an dem Unternehmen besaßen, sollen sie nun 70 Millionen Pfund (100 Millionen Euro) erhalten. Mit 25 Prozent bleiben sie an Lonely Planet beteiligt.
"Indem wir uns mit der BBC zusammentun, können wir die langfristige Zukunft unseres Unternehmens sichern", erklärten die beiden Gründer.
Lonely Planet mit Sitz im australischen Melbourne gibt rund 500 Reisebücher inklusive Sprach-, Wander- und Fahrradführer heraus. Zu dem Unternehmen gehören 500 feste Mitarbeiter und 300 freie Autoren. Lonely Planet ist seit Jahrzehnten der weltweit bekannteste Reiseführer für Camper und Backpacker.
Die BBC will mit Lonely Planet vor allem in Australien und Nordamerika wachsen. Das Geschäft werde helfen, "einer der weltweit führenden Anbieter von Inhalten" zu werden, sagte John Smith, der Chef von BBC Worldwide.
"Die Zusammenarbeit wird Lonely Planets Wachstumspotential stärken, insbesondere im digitalen Bereich", sagte Etienne de Villiers, Vorstandsmitglied von BBC Worldwide.
wal/Reuters
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