Wirtschaft



ThemaBahnstreik 2007/08RSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
05.10.2007
 

Live-Ticker

Aktuelle Streiknachrichten im Überblick

+++ Züge in Bayern rollen wieder +++

[12.18] Nach einem dreistündigen Streik der Lokführer kommen die Züge in Bayern wieder zunehmend ins Rollen. "Um 11 Uhr wurden alle Streikaktionen beendet", sagte ein Bahn-Sprecher in München. Nun greife wieder voll der Ersatzfahrplan, den die Bahn für den ganzen Tag ausgearbeitet hatte. Allerdings sei weiterhin mit Verspätungen zu rechnen.

+++ Bsirske kritisiert Chemnitzer Arbeitsrichter +++

[12.03] Ver.di-Chef Frank Bsirske hat den Spruch der Chemnitzer Arbeitsrichter zum Lokführerstreik der GDL heftig kritisiert. Bsirske warf den Richtern einen Angriff auf das verfassungsgemäße Grundrecht des Streiks vor. Einem solchen Angriff auf das Streikrecht müsse man entschieden entgegentreten.

+++ Verständnis für Bahnstreik sinkt +++

[11.47] Die Zustimmung zu den Streiks der Lokführer ist der Bevölkerung etwas gesunken. Wie das heute veröffentlichte ZDF-Politbarometer zeigt, halten 50 Prozent der Befragten den Ausstand für nicht gerechtfertigt. 45 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Bei der ersten Streikwelle im Sommer hielten noch 48 Prozent die Maßnahmen für gerechtfertigt, und nur 45 Prozent lehnten sie ab.

+++ GDL schließt weitere Streiks am Montag nicht aus +++

[11.38] Die GDL schließt eine Fortsetzung der Bahnstreiks am Montag nicht aus. Das sagte der stellvertretende GDL-Vorsitzende Günther Kinscher. Am Wochenende werde es dagegen keine Arbeitsniederlegungen geben. Die Gewerkschaft hoffe, dass der Bahnvorstand an den Verhandlungstisch zurückkehre, sagte er. Dies sei im Moderationspapier vereinbart. Die GDL wolle nicht streiken, betonte Kinscher. Sie werde neue Streiks rechtzeitig ankündigen, um die Bahnkunden nicht zu verärgern. Zugleich überlegt die GDL nach den Worten Kinschers weitere juristische Schritte.

+++ Lokführer beenden dreistündigen Streik +++

[11.16] Nach einem dreistündigen Streik haben die ersten Lokführer wieder ihre Arbeit aufgenommen. "Jetzt stehen die Kollegen wieder zur Verfügung", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Bezirk Mitteldeutschland, Manfred Ohme, in Halle. An dem Ausstand hätten sich alle in der GDL organisierten Lokführer beteiligt. Zahlen nannte Ohme nicht.

+++ Bahn-Ersatzfahrplan funktioniert nicht überall +++

[10.50] Nach Angaben des Fahrgastverbandes Pro Bahn funktioniert der Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn "bundesweit einigermaßen". In einigen Bahnhöfen stünden allerdings alle Züge still. "Der Zugverkehr funktioniert punktuell sehr unterschiedlich", sagte ein Verbandssprecher. Vor allem das Umsteigen vom Fern- auf den Regionalverkehr sei an vielen Stellen problematisch. Die Bahn erklärte, der Zugverkehr funktioniere "mit wenigen Ausnahmen stabil".

+++ Bahn und GDL ziehen positive Zwischenbilanzen +++

[10.40] Bahn und Gewerkschaft haben in Nordrhein-Westfalen positive Zwischenbilanz des Streiks gezogen. "Insgesamt stehen 15 Züge in verschiedenen Bahnhöfen, das ist aus unserer Sicht sehr wenig", sagte ein Bahn-Sprecher in Düsseldorf. "Der Notfallfahrplan hat in NRW gegriffen." Ein Sprecher der GDL sagte dagegen, es sei mit dem Streik gelungen, "ein deutliches Zeichen an den Bahnvorstand zu senden".

+++ Bsirske kritisiert GDL +++

[10.20] Ver.di-Chef Frank Bsirske hat vor einer Zersplitterung der Gewerkschaften gewarnt. Es führe zum Zusammenbruch des Gesamtsystems, wenn sich immer mehr Gruppen aus der Solidarität verabschiedeten und versuchten, "im Alleingang für sich das Maximale herauszuholen", sagte Bsirske. Zugleich kritisierte Bsirske das vom Arbeitsgericht Chemnitz verhängte Streikverbot im Güter- und Fernverkehr der Bahn. Das Urteil sei "ein Angriff auf das verfassungsmäßig geschützte Grundrecht des Streiks". Eine solche "Klassenjustiz" sei inakzeptabel.

+++ Bahn weist Vorwurf der Täuschung zurück +++

[10.05] Die Bahn hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Lokführergewerkschaft GDL arglistig getäuscht zu haben. GDL-Chef Manfred Schell falle außer Beschimpfungen und Beleidigungen "offensichtlich nichts mehr ein", kritisierte Konzernsprecher Oliver Schumacher in Berlin. Schell hatte zuvor der Bahn vorgehalten, sie habe ursprünglich zugesagt, einen Tarifvertrag auszuhandeln, dies jetzt aber unter den Tisch fallen lassen.

Ihre Erfahrungen

Getty Images
Ihre Erfahrungen im Bahn-Streik: absurde Szenen am Bahnhof? Drastische Verspätungen? Bizarre Begebenheiten in Ihrem Zug? Schicken Sie Ihre Streikerlebnisse per Mail an bahnstreik@spiegel.de.
+++ Züge in Niedersachsen und Bremen fahren +++

[9.44] Der Bahnverkehr in Niedersachsen und Bremen läuft trotz des Streiks, allerdings fahren deutlich weniger Züge als normal. Auf dem Hauptbahnhof Hannover blieb ein Chaos im Berufsverkehr auf den Bahnsteigen und in der Wartehalle aus. Viele Reisende hatten sich zuvor über die Fahrzeiten informiert. Während etliche ICE-Züge die Landeshauptstadt mit Verspätung erreichten, lief der eingeschränkte S-Bahnverkehr oft bis auf die Minute pünktlich. Die privaten Metronom-Züge sind vom Streik nicht betroffen.

+++ Bahn hofft auf Normalisierung am Nachmittag +++

[9.22] Die Deutsche Bahn hofft trotz des ganztägigen Notfallfahrplans auf eine schrittweise Normalisierung des Bahnverkehrs. Nach dem Streikende um 11 Uhr sei die Bahn bemüht, wieder mehr Züge auf die Strecken zu bringen, sagte der Konzernbevollmächtigte für Sachsen- Anhalt, Jobst Paul.

+++ Baden-Württemberg: Tausende warten an Gleisen +++

[9.12] Tausende Bahnkunden haben in Baden-Württemberg vergeblich auf ihre Züge und S-Bahnen gewartet. Schon vor dem offiziellen Streikbeginn um 8 Uhr fielen deshalb Züge im Regionalverkehr aus; zwei S-Bahn-Linien in Stuttgart fuhren ebenfalls nicht. Der GDL-Bezirksvorsitzende Volker Drexler sagte: "Die Hälfte der Züge in Stuttgart ist gar nicht erst angekommen." Die Schwarzwaldbahn in Singen fahre ebenfalls nicht.

+++ Bahn drängt Lokführer aus Frankfurter Bahnhof +++

[9.09] Die Bahn hat nach Angaben der GDL streikende Lokführer aus dem Frankfurter Hauptbahnhof gedrängt. Die Lokführer seien von Bahnmitarbeitern aufgefordert worden, das Gelände zu verlassen, sagte der GDL-Bezirksvorsitzende und Streikleiter, Alfred Schumann. Zudem sei mit dem Einsatz der Polizei gedroht worden. Die GDL sprach von einem Hausverbot. Die gut 20 Streikenden hätten daraufhin das Gebäude verlassen.

+++ Einschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern +++

Der Streik Lokführer hat auch in Mecklenburg-Vorpommern für erhebliche Einschränkungen im Regional- und Nahverkehr gesorgt. Die Taktzeiten im Nordosten auf zahlreichen Zugverbindungen ist verringert, den ganzen Tag gelten Sonderfahrpläne für die Regionalexpresslinien 1, 3, 4, 5 und 9. Auf den Regionalexpresslinien 6, 8 und der S 2 zwischen Rostock und Güstrow gebe es nur Schienenersatzverkehr mit Bussen.

+++ Chaos im Norden bleibt aus +++

[8.47] Trotz des Streiks bei der Bahn und des Notfahrplans ist ein befürchtetes Chaos im Norden ausgeblieben. Auf den Bahnhöfen in Hamburg, Flensburg, Lübeck und Kiel blieb die Lage heute Morgen relativ entspannt. Auf Hamburgs S-Bahnhöfen drängten sich allerdings stellenweise die Berufspendler und Schüler.

+++ Schell wirft der Bahn "arglistige Täuschung" vor

[8.45] GDL-Chef Manfred Schell hat der Bahn "arglistige Täuschung" vorgeworfen. Ursprünglich habe man zugesagt, einen Tarifvertrag auszuhandeln, dies sei jetzt aber unter den Tisch gefallen, sagte Schell zum Streikauftakt im Frankfurter Hauptbahnhof. "Das Angebot der Bahn ist kein Angebot, sondern Verdummbeutelung", sagte Schell.

+++ Lokführer legen Großraum Nürnberg lahm +++

[8.43] Auch im Großraum Nürnberg hat der Streik den S-Bahn- und Regionalbahnverkehr weitgehend lahm gelegt. Vereinzelt fielen auch ICE- und IC-Züge aus. Nach dem Notfahrplan der Bahn verkehrt in der Region nur etwa jeder zweite Zug. Betroffen waren vor allem Pendler aus dem Nürnberger Umland. Im Nürnberger Hauptbahnhof bildeten sich lange Schlangen vor den Auskunfts- Schaltern. Zusätzlich eingesetzte Service-Mitarbeiter der Bahn waren dicht umlagert. Mehrere offenbar von dem Streik überraschte Fahrgäste zeigten sich verärgert über die Zugausfälle.

+++ Transnet fordert neue Verhandlungen +++

[8.30] Die Verkehrsgewerkschaft Transnet hat den Vorstand der Deutschen Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL aufgefordert, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Transnet-Vorstandsmitglied Alexander Kirchner kritisierte, dass beide Tarifparteien versuchten, ihre Position vor Gericht durchzusetzen. "Die Auseinandersetzungen in einem Tarifkonflikt haben nichts vor einem Gericht zu suchen", betonte der Gewerkschafter.

+++ Hamburger S-Bahn fährt nur nach Notfallplan +++

[8.27] Wegen des Streiks bei der Bahn läuft der S- Bahn-Verkehr in Hamburg seit Betriebsstart nur nach einem Notfallplan. Ab zwölf Uhr sollen die Züge wieder normal verkehren, sagte eine Sprecherin. Demnach fallen die Züge der S11 und S 2 aus. Auf der Linie S 31 fahren Züge zwischen Altona und dem Hauptbahnhof. Auf den Linien S 1, S 21 und S 3 soll möglichst jeder zweite Zug verkehren.

+++ Ausstand auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland +++

[8.11] Auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland haben die Streiks begonnen. "Seit Betriebsbeginn gilt ein eingeschränkter Ersatzfahrplan", sagte ein Bahnsprecher. Seinen Angaben zufolge müssen Bahnkunden in beiden Bundesländern mit ausfallenden Zügen rechnen. Im Regionalverkehr fahren etwa die Hälfte aller Züge. Mehrere IC- und EC-Züge fallen aus.

+++ Streiks starten in mehreren Bundesländern +++

[8.02] Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat ihre Ankündigung wahr gemacht und Punkt 8 Uhr dem dreistündigen Streik im Nahverkehr der Bahn begonnen. "Wer bei uns organisiert und im Dienst ist, wird den nächsten Bahnhof anfahren und den Zug abstellen", sagte der stellvertretende Vorsitzende des GDL- Bezirks Mitteldeutschland, Manfred Ohme. Auf den größeren Bahnhöfen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten sich schon vor Beginn des Streiks lange Schlangen an den Info-Ständen gebildet. Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg haben die Streiks begonnen.

+++ Bahn richtet sich auf wochenlange Streiks ein +++

[7.40] Die Bahn zeigt sich kompromisslos - und will die Streiks zur Not wochenlang aushalten: "Die Bahn kann das sehr, sehr lange durchstehen. Wir sind wirklich gut darauf vorbereitet. Wir haben gelernt aus den alten Streiks", sagte Personalvorstand Margret Suckale unmittelbar vor Beginn des dreistündigen Lokführer-Ausstands ab 8 Uhr.

+++ Tausende warten an den Gleisen +++

[7.40] Tausende Bahnkunden warten in Baden-Württemberg schon jetzt vergeblich auf ihre Züge und S-Bahnen. Schon vor dem offiziellen Streikbeginn um 8 Uhr fallen Züge im Regionalverkehr aus, zwei S-Bahn-Linien in Stuttgart fahren ebenfalls nicht. Die Bahn richtet vereinzelt einen Busersatzverkehr ein.

+++ Bahn startet Notfahrplan +++

[6.12] Die Bahn setzt ihren Ersatzfahrplan in Kraft. Dies hatte das Unternehmen bereits vor dem Urteil angekündigt, weil eine kurzfristige Reaktion auf die Gerichtsentscheidung nicht möglich sei. Danach sollen von den täglich rund 750 Zügen des Fernverkehrs rund zwei Drittel fahren, vor allem die ICE-Züge. Im Regionalverkehr ist geplant, bis zu 50 Prozent der täglich 19 000 Züge zu fahren.

+++ GDL zeigt Unverständnis über Urteil +++

[4.34] Die Gewerkschaft der Lokomotivführer GDL äußert ihr Unverständnis über das Streikverbot im Güter- und Fernverkehr . In einer Reaktion auf das Urteil des Arbeitsgerichts Chemnitz sagt der GDL-Vorsitzende Manfred Schell, seine Gewerkschaft begrüße, dass im Nahverkehr gestreikt werden dürfe. "Wir können jedoch nicht nachvollziehen, warum der Güter- und Fernverkehr nicht bestreikt werden darf."

+++ Gericht erlaubt Streiks +++

[2.04] Die Lokomotivführerwerkschaft GDL kann nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Chemnitz im Regionalverkehr ihren angekündigten Streik durchsetzen. Die Richter untersagten am frühen Freitmorgen gleichzeitig Arbeitskampfmaßnahmen im Fernverkehr und im Güterverkehr.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles zum Thema Bahnstreik 2007/08

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP