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11.10.2007
 

Superreiche

Zehnjähriger ist Hauptaktionär bei chinesischer Großbank

Konkurrenz für Gates, Buffet und Slim: Auf der Liste der Superreichen schieben sich Neu-Milliardäre aus China immer weiter vor. Selbst Kinder besitzen Hunderttausende Aktien wichtiger Unternehmen.

Peking - Ein Zehnjähriger ist einer der wichtigsten Aktionäre einer chinesischen Großbank. Die Bank of Beijing gab laut Presseberichten zu, dass unter ihren Anteilseignern Dutzende von Minderjährigen sind.

Der spektakulärste Fall ist ein zehnjähriger Junge, dem schon seit neun Jahren rund 1,3 Millionen Aktien gehören. Damit zählt der Knabe zu den größten Aktionären des Instituts, wie das halboffizielle China News Centre berichtet. Insgesamt hat der Konzern mehr als 80 Anteilseigner, die jünger als 18 Jahre sind. 35 von ihnen besitzen mehr als 100.000 Aktien.

Möglicherweise haben Eltern ihre Anteilsscheine auf ihre Kinder übertragen, um Steuern zu sparen. Juristen und Finanzexperten kritisierten die ungewöhnlich hohe Zahl minderjähriger Aktionäre. Die Experten warnten, die Kinder könnten die Risiken an den Börsen nur schwer einschätzen.

Die Bank of Beijing selbst erklärte, die Kinder-Aktionäre bei einer Prüfung entdeckt zu haben. Bezüglich des Alters der Aktionäre gebe es jedoch keine gesetzlichen Begrenzungen. Deshalb sieht die Bank auch keinen Handlungsbedarf.

Die reichste Chinesin ist erst 25 Jahre alt

Insgesamt leben in China mittlerweile mehr Dollar-Milliardäre als in jedem anderen Land der Welt mit Ausnahme der USA. Das geht aus einer Untersuchung des Forschers Rupert Hoogewerf hervor. Demnach ist die Zahl der chinesischen Milliardäre innerhalb eines Jahres von 15 auf 108 gesprungen.

Angeführt wird die Liste von der 25-jährigen Yang Huiyan. Ihr Vermögen, das ihr Vater ihr vermacht hat, wird auf 16 bis 17,5 Milliarden Dollar geschätzt. Auch das Magazin Forbes hatte kürzlich über Yang berichtet.

Auf Platz zwei folgt ebenfalls eine Frau, Zhang Yin. Die 49-jährige Unternehmerin gilt als die reichste Self-made-woman der Welt. Ihr Geld - rund zehn Milliarden Dollar - verdiente sie mit Verpackungsmaterialien.

Auf Platz drei liegt Xu Rongmao mit 7,5 Milliarden Dollar, gefolgt von Huang Guangyu mit sechs Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der mexikanische Großunternehmer Carlos Slim kommt auf ein Vermögen von 67,8 Milliarden Dollar und ist damit der reichste Mensch der Welt. Die Nummer zwei, Bill Gates, wird auf 59,2 Milliarden Dollar geschätzt.

Von den zehn reichsten Chinesen sind sieben im Immobiliengeschäft tätig. Dies gilt als Zeichen dafür, dass Chinas Wachstum vor allem von der Baubranche und dem verarbeitenden Gewerbe getrieben wird - und weniger von Wissenschaft und Technologie.

wal/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
11.10.2007 von Rainer Daeschler: Teurer Reichtum

Das macht reich sein erst richtig teuer, weil man eines Tages nur noch in Begleitung von Bodyguards, in Anwesen mit hohen Mauern und unter Verwendung gepanzerter Limousinen überleben kann, da der Rest der Bevölkerung mit Steinen [...] mehr...

11.10.2007 von Der-Thüringer: Sowas geht nur in Sklavengesellschaften

China erscheint modern, in Wahrheit ist das ein Staat, der nur einem verschwindend kleinen Teil seiner Bevölkerung traumhaften Wohlstand bieten kann, dafür aber den Rest der Bevölkerung in unvorstellbar primitiven [...] mehr...

11.10.2007 von gfsgfs: Was wäre wenn....

Den Superreichen garnichts. Oder meinen Sie die chinesischen Superreichen haben Ihr Geld in der Socke unterm Kopfkissen? Das Geld ist doch in Sicherheit und die Superreichen dann im Ausland, in Falle Chinas wahrscheinlich in [...] mehr...

11.10.2007 von Drabosius: Wie lange noch....

Was würde passieren, wenn die chinesische Regierung irgendwann alles Privateigentum wieder verstaatlicht. Dann wird wohl China das reichste Land der Erde sein und vielleicht endlich in der Lage sein, um Amerika zu erpressen. mehr...

11.10.2007 von Bauwicht: Nur weiter so

Auch diese Blase wird eines Tage zerplatzen, da sie auschließlich Milliarden von "überflüssigen" Verlierern produziert, die nicht mehr konsumieren können. Ein Stück des Wegs haben auch wir in Deutschland schon [...] mehr...

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