EPACA, die sich selbst als repräsentative Organisation für die Public-Affairs-Agenturen in Brüssel bezeichnet, war der vierte Kandidat für den Worst EU Lobbying Award 2007. Der Hintergrund: Eine mehrmonatige Kampagne gegen die Pläne der EU, ein Lobbyistenregister einzuführen, in dem vor allem die finanziellen Abhängigkeiten der Lobbyisten offen gelegt werden sollen. Diese Pläne wurden von der EPACA als "exzessiv", "unnötig" und "voyeuristisch" bezeichnet. Die Organisation drohte mit einem Boykott des Registers.
Viele EPACA-Mitglieder sind laut LobbyControl Tochterfirmen von amerikanischen Beratungsfirmen, die in Washington arbeiten und dort mit einem sehr viel strengeren Lobbyistenregister konfrontiert sind. "Erst wollte EPACA ein freiwilliges Lobbyistenregister, jetzt attackieren sie den Plan für ein freiwilliges Register und wollen ein verpflichtendes Register, aber ohne Finanzdaten. Letztlich geht es ihnen darum, den Prozess zu torpedieren und bis nach den Europawahlen 2009 zu verzögern", sagt Ulrich Müller von LobbyControl. Dann nämlich wird die Kommission neu zusammengesetzt - und EPACA hofft auf weniger strenge Regeln.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH