Berlin - Der Bundesverband der Verbraucherzentralen wird deutlich. "Nicht nachvollziehbar" sei die Preiserhöhung von E.on zum Jahreswechsel, sagte Energieexperte Holger Krawinkel heute nach der Ankündigung des Konzerns. Er ruft Strom- und Gaskunden zum Anbieterwechsel auf: "Es gibt ein erhebliches Sparpotential." Die Entwicklung mache deutlich, dass es auf dem Energiemarkt eine andere Wettbewerbsordnung geben müsse.
Teures Gut Strom: Verbraucher können bis zu 283 Euro sparen
| So stark steigen bei E.on die Strompreise | |
| Regionalversorger | Preiserhöhung zum 1. Januar in Prozent |
| E.on Hanse | :7,1 |
| E.on Avacon (Niedersachsen) | :7,3 |
| E.on Avacon (Sachsen-Anhalt) | :8,7 |
| E.on edis | :8,3 |
| E.on Thüringer Energie | :9,1 |
| E.on Westfalen Weser | 9,1 |
| E.on Mitte | :9,8 |
| E.on Bayern | :9,9 |
| Quelle: AP | |
"Die Liberalisierungsstrategie der neunziger Jahre ist völlig gescheitert", sagte Verbraucherschützer Krawinkel. Seit dem Jahr 2000 habe es bei Strom einen Preissprung von 40 bis 50 Prozent gegeben. Ein Blick ins Nachbarland Schweiz genüge: Dort sei man einen völlig anderen Weg gegangen und habe vor einer Öffnung des Marktes erst klare Spielregeln geschaffen - und "dort sinken die Preise seit Jahren". Hierzulande hätten sich nach der Liberalisierung Strukturen gebildet, die jetzt nur noch schwierig aufzubrechen seien.
| So stark steigen bei E.on die Gaspreise | |
| Regionalversorger | Preiserhöhung zum 1. Januar in Prozent |
| E.on Thüringer Energie | :3,4 |
| E.on Avacon | :4,7 |
| E.on Hanse | :5,8 |
| E.on Mitte | :6,6 |
| E.on edis | :6,9 |
| E.on Bayern | :7,7 |
| E.on Westfalen Weser | :8,8 |
| Quelle: AP | |
Der einzige Weg, wie sich Kunden dagegen wehren können, ist der Wechsel des Anbieters. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass man auf diese Weise bis zu 283 Euro im Jahr sparen kann. Allerdings sollten die Verbraucher dabei einige wichtige Punkte beachten:
Nach Ansicht der Verbraucherschützer sollten die Kunden neben dem Wechsel des Anbieters auch konsequent auf den Einsatz effizienter Geräte achten. Zwar könne man nicht erwarten, die Mehrkosten von 100 Euro für einen sparsamen Kühlschrank binnen kürzester Zeit wieder hereinzuholen, sagte Krawinkel. Langfristig rechne sich eine solche Anschaffung aber allemal.
Neben E.on hatten zuletzt auch andere Energieversorger steigende Preise angekündigt. Zumindest in der Tendenz erwarten alle großen Unternehmen, dass Energie in Zukunft eher teurer als billiger wird. Dies hatte auch der neue Vorstandsvorsitzende von EnBW, Hans-Peter Villis, bei seiner Amtseinführung in Karlsruhe in der vergangenen Woche gesagt.
Vattenfall hingegen möchte seine Preise vorerst nicht erhöhen. "Es ist derzeit keine Preiserhöhung in Planung", sagte eine Vattenfall- Sprecherin heute in Berlin. Allerdings hatte das Unternehmen seine Preise wie zahlreiche andere Energieversorger gerade erst zum 1. Juli 2007 erhöht. Für die rund 1,7 Millionen Berliner Kunden wurde Strom im Durchschnitt um 6,5 Prozent teurer, für die 900.000 Kunden in Hamburg im Schnitt um 7,2 Prozent.
wal/AP
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Wie sollen Menschen Öko-Investitionen akzeptieren oder sich gar vetrauensvoll an ihnen beteiligen können, wenn sie als Bürger selber unfreiwillig in seltsame Geschäfte hineingezogen werden. Wiebke Hollersen schreibt unter [...] mehr...
Tja, scheint sich bis heute nicht wirklich etwas geändert zu haben, ein wirklich aktuelles Thema, auch politisch. Nun ja, wir mussten ja auch (fast) alles, was von Blairs Neoliberalen so ausgedacht wurde über den [...] mehr...
das war nicht zufällig ein Ausschnitt aus der Doku "Enron - The smartest guys in the room" ? Da gibts genau so eine Szene...und warum sollten die Medien die nicht benutzen...nur so ein Gedankengang mehr...
Hallo, gestern in TV spiegel hat man eine dieser "maschen" gezeigt um die preise in die höhe zu treiben. Das so was geht wollte/kann ich nicht glauben. Da wurde ein kraftwerk für 15 mil stillgelegt (kosten), [...] mehr...
Man kennt sich persönlich, man trifft sich zum Kaffee, man stimmt sich ab... mehr...
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