Anstehende Verkäufe oder Umorganisationen bei der Deutschen Telekom AG bedrohen nach SPIEGEL-Recherchen abermals Arbeitsplätze. Telekom-Chef René Obermann hat dem SPIEGEL die aus internen Berechnungen stammende Zahl zwar nicht bestätigt. Allerdings gebe es im Konzern weiteren "Anpassungs- und Restrukturierungsbedarf". Es werde "Unternehmensbereiche geben, die wir verkaufen oder für die wir Partner suchen – das ist bekannt und alles andere wäre Augenwischerei", sagte Obermann. "Wenn wir das nicht angehen, ist das Unternehmen insgesamt immer weniger wettbewerbsfähig."
Zuletzt hatte es im Frühjahr bei dem Konzern schwere Auseinandersetzungen zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmern gegeben, mit einem wochenlangen Arbeitskampf um die Auslagerung von rund 50.000 Stellen in konzerneigene Servicegesellschaften unter dem Dach von T-Service. Im Juni kam es zu einem Kompromiss und Jobgarantien bis 2012. Telekom-Kunden mussten wegen der Streiks wochenlang längere Wartezeiten in Call-Centern und Verzögerungen bei Aufträgen von Technikern hinnehmen.
Mit der derzeitigen Vermarktung von DSL-Anschlüssen zeigte sich Obermann hochzufrieden. "Unser Jahresziel sind 40 bis 45 Prozent der DSL-Neukunden", sagte der Telekom-Chef. Derzeit liege die Telekom sogar darüber. Auch der Start des Internet-Fernsehens (IP-TV) sei sehr ordentlich angelaufen. Seit dem Start vor wenigen Wochen seien rund 50.000 Entertain-Pakete verkauft worden.
Das komplette Interview mit Telekom-Chef René Obermann lesen Sie im neuen SPIEGEL, der am Montag erscheint.
ler/AFP
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