Wirtschaft



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22.10.2007
 

Schwere Verluste

Asiens Börsen sacken ab

Wenn das ein Omen für die Woche ist, dann sieht es schlecht aus für Aktionäre: Die asiatischen Börsen erleiden kräftige Verluste, Schwergewichte wie Toyota verlieren mehr als zwei Prozent. Auch Frankfurter Händler erwarten heute ein Kurs-Minus.

Hamburg/Tokio – Die asiatischen Märkte haben sich an den schlechten Vorgaben der US-Börsen vom Freitag orientiert und auf breiter Front nachgegeben. In Tokio verlor der Nikkei 225 Chart zeigen um 2,2 Prozent auf 16.438 Punkte - das war zwar deutlich über dem Tagestief, aber immer noch der schlechteste Schlusskurs seit vier Wochen.

Fußgänger vor Kurstafel in Tokio: Export-Titel leiden besonders stark
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AP

Fußgänger vor Kurstafel in Tokio: Export-Titel leiden besonders stark

Der Hang Seng Chart zeigen in Hongkong gab im Verlauf um 2,6 Prozent auf 28.704 Zähler nach. Der Kospi in Südkorea rutschte im Verlauf sogar um 3,2 Prozent auf 1907 Punkte ab.

In Japan erlitten vor allem Titel von exportorientierten Unternehmen Verluste. Toyota Chart zeigen-Aktien gaben mehr als zwei Prozent nach. Nintendo-Titel verloren 3,7 Prozent. Kyocera Chart zeigen-Aktien rutschen besonders stark ab: um 4,7 Prozent. Hier trug auch der starke Yen, der Exporte in die USA verteuert, zum Kursverlust bei.

Als relativ immun gegen den Minus-Trend erwies sich nur der Shanghai Composite in China, der 0,4 Prozent verlor. Er notierte zuletzt bei 5796 Punkten und lag damit deutlich über seinem Tagestief von 5654 Punkten.

In Deutschland erwarten Händler einen spürbar schwächeren Start in die Börsenwoche. Auch hier dient der Verweis auf die New Yorker Börse als ein Hauptargument. Angesichts der Sorgen über einen Wirtschaftsabschwung in den USA hatte der Dow-Jones Chart zeigen-Index in New York am Freitag 2,64 Prozent eingebüßt. Es war der drittschwerste Verlust im bisherigen Jahresverlauf.

Im Fokus dürften Aktien der Commerzbank Chart zeigen stehen. Der Chef des Bankhauses, Klaus-Peter Müller, sieht sein Institut von der Krise am US-Hypothekenmarkt stärker betroffen als bislang bekannt. "Die Commerzbank hat mit 1,2 Milliarden Euro im Subprime-Sektor investiert", sagte Müller der "Financial Times Deutschland". Die bisher angekündigten Abschreibungen von 80 Millionen Euro spiegelten den Informationsstand von Anfang Juli wider - das werde nicht reichen. "Das führt zu einem Vertrauensverlust, denn bisher hat die Bank ihre früheren Angaben immer bestätigt, nun muss sie zurückrudern", sagte ein Händler.

itz/dpa/dpa-AFX

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