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23.10.2007
 

Kurender GDL-Chef

"Bewegt sich die Bahn, bin ich wieder da"

Manfred Schell ist zwar eigentlich auf Kur, mischt aber weiter im Bahn-Tarifkonflikt mit: Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL bietet Kompromisse bei den Gehaltsforderungen an. Die Bahn verspricht ihren Kunden: An den nächsten Streiktagen fährt jeder zweite Nahverkehrszug.

Hamburg - In der Kur wird Manfred Schell philosophisch: "Wir haben schon viele Arbeitskämpfe in Deutschland gehabt. Auch dieser wird mit einem Kompromiss enden, den beide Seiten vertreten können", sagte der GDL-Chef der "Zeit".

Gewerkschafter Schell: Neue Milde?
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DDP

Gewerkschafter Schell: Neue Milde?

Die Gehälter der Lokführer könnten statt in einem großen Sprung auch über mehrere Jahre hinweg angehoben werden, erläuterte er. Voraussetzung sei aber ein eigenständiger Tarifvertrag.

Schell kündigte an: "Sollte sich die Bahn bewegen und zu wirklichen Verhandlungen bereit sein, bin ich wieder da. Dann werde ich die Kur abbrechen." Bis dahin wisse er die Leitung der Gewerkschaft in guten Händen. Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag und deutliche Lohnerhöhungen und hatte am Montag erneute Streiks im Regional- und S-Bahn-Verkehr der Bahn für Donnerstag und Freitag angekündigt.

Sollte die Bahn bis Donnerstag ein "substantiell verbessertes Angebot" vorlegen, werde aber über eine Aussetzung der Streikmaßnahmen nachgedacht. Die Bahn lehnte das jedoch ab und will am Mittwoch einen Ersatzfahrplan bekanntgeben, um die Folgen des erneuten Streiks in Grenzen zu halten.

Während des 30-stündigen Bahn-Streiks am Donnerstag und Freitag sollen mindestens 50 Prozent der Nahverkehrszüge fahren. Allerdings ist mit regionalen Unterschieden zu rechnen, wie die Bahn bekanntgab.

Laut Bahn werden voraussichtlich vor allem Ostdeutschland und die S-Bahnen in München und Berlin von den Einschränkungen betroffen sein. Ab Freitagmorgen um 8 Uhr sollen die Regionalzüge und S-Bahnen wieder nach und nach im normalen Fahrplan fahren, Auswirkungen soll es aber bis in den Abend hinein geben.

Der Ersatzfahrplan soll ab Mittwochmittag unter bahn.de/aktuell zur Verfügung stehen. Kunden können sich auch rund um die Uhr über die kostenlose Hotline 08000 99 66 33 sowie in den DB Reisezentren informieren.

itz/mm.de/ddp/AP

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