Wirtschaft



ThemaWirtschaft in ChinaRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
24.10.2007
 

Importe

China wird Deutschlands drittwichtigster Lieferant

Chinas Bedeutung wächst - auch als Handelspartner für Deutschland. Die Volksrepublik überholt die USA und Großbritannien und ist nun die Nummer drei unter den Ländern, aus denen die Bundesrepublik die meisten Waren bezieht.

Hamburg - Die deutschen Verbraucher kaufen immer mehr in China hergestellte Produkte. Bereits 6,7 Prozent aller deutschen Wareneinfuhren mit einem Wert von 48,8 Milliarden Euro kamen im vergangenen Jahr aus der Volksrepublik, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Damit ist China nach Frankreich und den Niederlanden - im Vorjahr noch die Nummer fünf - und noch vor den USA und Großbritannien der drittwichtigste Import-Lieferant für Deutschland. Vor zehn Jahren hatte der Anteil chinesischer Waren an den Einfuhren noch 2,6 Prozent ausgemacht, im vergangenen Jahr rangierte China auf Platz vier.

Schuhproduktion in Chengdu: 29 Prozent aller importierten Lederwaren kamen auch China
Zur Großansicht
DPA

Schuhproduktion in Chengdu: 29 Prozent aller importierten Lederwaren kamen auch China

Deutschland führt vor allem Bekleidung, Schuhe, Spielzeug und elektronische Produkte aus China ein. Im vergangenen Jahr kam ein Viertel aller importierten Kleidung aus der Volksrepublik, bei Lederwaren wie Schuhen lag der Anteil bei 29 Prozent. Und fast 60 Prozent aller von deutschen Firmen importierten Spielwaren stammen mittlerweile aus chinesischen Fabriken.

Im Vergleich zu 1996 ist der Anteil der technologisch hochwertigeren Produkte aber stark gestiegen, wie die Statistiker weiter mitteilten. Diese Produkte machten im vergangenen Jahr einen Anteil von gut einem Fünftel aus. Vor allem Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik importierten deutsche Firmen aus China. Auch Computer und das dafür nötige Zubehör kommen zunehmend aus der Volksrepublik, im vergangenen Jahr bereits fast ein Drittel aller Importe dieser Warengruppe.

Als Abnehmer deutscher Waren ist China dagegen noch weniger wichtig - das Land liegt auf Platz elf, Waren im Wert von 27,5 Milliarden Euro gingen aus Deutschland in die Volksrepublik. Allerdings fehlen in dieser Berechnung Produkte deutscher Unternehmen wie beispielsweise deutsche Autos, die in China gefertigt werden.

Die zehn wichtigsten Handelspartner Deutschlands 2006
Einfuhr Herkunftsland in Milliarden Euro Ausfuhr Bestimmungsland in Milliarden Euro
Frankreich 63,5 Frankreich 86,1
Niederlande 60,5 USA 78,0
China 48,8 Großbritannien 65,3
USA 48,5 Italien 60,0
Großbritannien 42,8 Niederlande 55,9
Italien 40,3 Belgien 49,2
Belgien 35,5 Österreich 48,9
Russland 30,2 Spanien 42,2
Österreich 29,9 Schweiz 34,7
Schweiz 25,2 Polen 28,8
Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
Wichtigste Handelspartner Deutschlands sind nach wie vor die EU-Länder - 71 Prozent aller Einfuhren in Deutschland kommen aus Europa, gefolgt von Asien (17 Prozent) und Amerika (zehn Prozent).

Als Absatzmarkt für Waren "made in Germany" ist Europa ebenfalls der wichtigste Markt (62 Prozent), gefolgt von Amerika (zwölf Prozent) und Asien (elf Prozent).

Afrika und Australien/Ozeanien spielen in der Außenhandelsstatistik eine untergeordnete Rolle: Auf sie entfielen nur zwei beziehungsweise 0,3 Prozent der Einfuhren und zwei beziehungsweise ein Prozent der deutschen Ausfuhren.

kaz/AFP

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles zum Thema Wirtschaft in China

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP