Hamburg - Entschieden wies GDL-Vize Claus Weselsky die Kritik der Bahngewerkschaft Transnet zurück. die GDL zahle für die Werbung neuer Mitglieder bis zu 100 Euro Kopfgeld. "Es ist schon hanebüchen, was sich die Transnet so alles einfallen lässt, bei dem Versuch, uns zu verunglimpfen", ließ er per Pressemitteilung verbreiten. "Wir wissen ja nicht, wie die Transnet Mitgliederwerbung betreibt. Uns würde es aber nicht im Traum einfallen, solche Summen für die Werbung eines neuen Mitglieds auszusetzen."
GDL-Vize Weselsky: "Versuch, uns zu verunglimpfen"
"Die Höhe der Prämie geht schon in Richtung Kopfgseld", zitiert die Zeitung Kaufhold. Üblich seien normalerweise Belohnungen von 25 Euro. Kaufhold warf der GDL mit Blick auf die derzeitigen Tarifauseinandersetzungen mit der Bahn und den Arbeitskämpfen auch vor, einen "Machterhaltungs-Streik" zu führen, bei dem es um das eigene Überleben als Gewerkschaft gehe.
GDL-Vize Weselsky erklärte nun, es interessiere die GDL nicht, ob der Transnet "nun 1021 oder 800 Mitglieder davongelaufen sind". Richtig sei, "dass aufgrund der offenen und ehrlichen Tarifpolitik verstärkt Mitglieder zur GDL kommen".
Die GDL hat nach eigenen Angaben derzeit gut 34.000 Mitglieder und vertritt 80 Prozent der Lokführer und 60 Prozent des Fahrpersonals bei der Deutschen Bahn. Dazu kämen zahlreiche Lokführer und Zugbegleiter bei den nichtbundeseigenen Bahnen. In der Transnet sind nach eigener Aussage dagegen rund 250.000 Angestellte organisiert.
kaz
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