Tokio/New York - Es ist ein bedenkliches Ende für die Börsenwoche: Die asiatischen Aktienmärkte geben kräftig nach, und auch für den Dax
in Frankfurt am Main werden wieder Verluste prognostiziert.
In Tokio schloss der Nikkei
Die Hongkonger Börse startete mit einem Minus von fast drei Prozent. Der Hang-Seng-Index, der seit Jahresbeginn um 57 Prozent gestiegen ist, verlor zunächst mehr als tausend Punkte, später verringerte sich der Verlust etwas.
Der Markt befinde sich in einem "Schock" nach dem starken Kursrutsch an der Wall Street, fasste Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment Management die Stimmung an den japanischen Börsen zusammen. Sobald diese Starre vorüber sei, werde wohl genauer geschaut, welche Auswirkungen die Hypothekenkrise tatsächlich auf die Wirtschaft gehabt habe, fügte er hinzu.
Dow Jones verlor 360 Punkte
Die Fernost-Börsen folgten den negativen Vorgaben aus den USA und Europa. Der Dow-Jones-
Index in New York sackte um mehr als 360 Punkte oder 2,6 Prozent. Hintergrund sind Befürchtungen, dass das Wachstum der US-Wirtschaft nachlassen könnte. Mit Besorgnis wurde auch die Warnung der US-Notenbank vor einer Inflation registriert. Dies könnte bedeuten, dass es keine weiteren Zinssenkung geben wird. Die Herabstufungen der beiden US-Banken Citigroup
und Bank of America
durch ein Analyse-Haus hatten ebenfalls Verunsicherung hervorgerufen.
Der breiter gefasste S&P-500 in New York sank um 2,64 Prozent auf 1508 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq
gab um 2,25 Prozent auf 2795 Stellen nach. Damit war der Auftrieb nach der neuerlichen Zinssenkung der US-Notenbank Fed zunächst einmal verpufft. In Frankfurt hatte der Dax am Donnerstag 1,7 Prozent nachgegeben.
In Tokio verloren die Titel der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ fast sechs Prozent. Der jüngste Anstieg des Yen belastete zudem Exportwerte wie die von Toyota
. Die Aktien des Autogiganten gaben vier Prozent nach, die des Rivalen Nissan
rutschten 5,8 Prozent ab.
itz/Reuters/AP
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