Hamburg - Einer davon ist, dass im Streit um die Mitbestimmung bei der künftigen Porsche-Holding, die die Anteile an dem VW-Konzern halten soll, sich die Fronten verhärtet haben. Porsche-Betriebsrat Uwe Hück und Bernd Osterloh, oberster Arbeitnehmervertreter von VW, kommen sich in den Verhandlungen nicht näher.
Osterloh verlangt mehrere Änderungen, denen Hück und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kaum zustimmen werden. So will Osterloh unter anderem die Regelung kippen, dass die Mitbestimmungsvereinbarung der Porsche-Holding erst nach zehn Jahren kündbar ist.
Das zweite Argument gegen eine schnelle Erhöhung des VW-Anteils ist der derzeit hohe Aktienkurs von Volkswagen
. Porsche
verfügt zwar über Aktienoptionen, die einen Kauf günstiger machen würden. Aber Porsche-Finanzchef Holger Härter will lieber den Gewinn aus den Optionen einstreichen und warten, bis die VW-Aktie fällt. Dann müsste er für die Übernahme deutlich weniger berappen.
In Stuttgart sind einige irritiert, dass der VW-Vorstand sich bislang aus der Auseinandersetzung heraushält und sich nicht zum neuen Großaktionär bekennt. Manche Teile des Managements versteckten sich hinter dem Betriebsrat, weil sie selbst wenig erbaut darüber seien, dass Porsche das Kommando übernimmt, heißt es.
kaz
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