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06.11.2007
 

Arbeitskampf

Lokführer planen für Donnerstag Streiks im Güterverkehr

Die Bahn muss sich für Donnerstag auf neue Streiks einstellen. Die Lokführergewerkschaft GDL plant nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ab dann Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr, sofern im Tarifstreit nicht bis morgen ein neues Angebot vorgelegt wird.

Berlin – Im Tarifstreit bei der Bahn stehen die Zeichen wieder auf Streik. Die überwiegende Mehrheit des Hauptvorstandes der Lokführergewerkschaft GDL wolle auf ihrer morgigen Sitzung für Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr bereits am Donnerstag stimmen, sollte die Bahn kein neues Angebot vorlegen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Über die Dauer des Streiks gingen die Meinungen aber auseinander, meldet das Blatt unter Berufung auf führende Mitglieder des Gremiums.

Streik bei der GDL: Der Güterverkehr soll lahmgelegt werden
AP

Streik bei der GDL: Der Güterverkehr soll lahmgelegt werden

Als wahrscheinlich gelte ein "mehrtägiger Ausstand", berichtet das Blatt. Einzelne Hauptvorstandsmitglieder hielten sogar einen unbefristeten Streik für denkbar, um den Druck auf die Bahn zu erhöhen. Im 18-köpfigen GDL-Hauptvorstand sind neben dem geschäftsführenden Vorstand auch die Bezirksvorsitzenden und deren Stellvertreter vertreten.

In dem monatelangen Tarifstreit hatte das sächsische Landesarbeitsgericht in Chemnitz am Freitag ein Streikverbot der Vorinstanz für den Güter- und Fernverkehr aufgehoben. Die GDL hatte später angekündigt, dass neue Streiks sich zunächst gegen den Güterverkehr richten würden.

Die Gewerkschaft werde dann nur kurzfristig vorwarnen. Einen Vorlauf wie bei den Streiks im Regionalverkehr, als die GDL spätestens am Vorabend eine Streikwarnung ausgab, werde es wohl eher nicht geben. Die GDL fordert von der Bahn einen eigenständigen Tarifvertrag über Einkommen und Arbeitszeiten.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl warnte gestern vor einem lang anhaltenden Streik im Güterverkehr, der Bahn und Wirtschaft nach Expertenschätzungen täglich bis zu 50 Millionen Euro kosten könnte.

als/Reuters/AFP

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