Von Michael Kröger und Carsten Volkery
Berlin - Das Papier steckt voller Tadel und Ermahnungen. In ihrem Herbstgutachten kritisieren die fünf Wirtschaftsweisen die Große Koalition scharf: Die Regierung habe den Aufschwung nur unzureichend für weitere Reformen genutzt. Stattdessen drohten "richtige und wegweisende Reformen konterkariert, wenn nicht sogar zurückgedreht zu werden".

Chef-Weiser Bert Rürup, Merkel: Jahresgutachten mahnt weitere Reformen an
Kein Wunder also, dass FDP-Chef Westerwelle das Gutachten als eine "schallende Ohrfeige" für die Große Koalition bewertete.
Die SPD, deren Vorschläge im Zentrum der Kritik stehen, reagierte empört: Was die Wirtschaftsweisen empfehlen, sei "eine Politik ohne Herz", sagte SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler SPIEGEL ONLINE.
Unions-Fraktionsvize Michael Meister befand: "Sie haben gesagt, dass unsere Reformpolitik gut und richtig war". Die Regierung müsse jetzt aber aufpassen, "nicht falsche Weichen zu stellen". Die Warnung der Ökonomen komme "zur rechten Zeit".
SPIEGEL ONLINE hat verglichen: Was die Wirtschaftsweisen fordern - und was die Koalition plant. Klicken Sie auf eine der folgenden Überschriften, um alle Details zu den Streitpunkten zu erfahren:
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH