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13.11.2007
 

Quartalszahlen

E.on veröffentlicht Rekordbilanz

Energie-Gigant E.on streicht abermals fette Gewinne ein: Der Umsatz ist in den ersten neun Monaten des Jahres auf fast 50 Milliarden Euro gestiegen, der Gewinn auf 4,2 Milliarden Euro. An der Erhöhung der Strompreise in Deutschland hält Konzernchef Wulf Bernotat dennoch fest.

Düsseldorf - Der bereinigte Gewinn stieg laut E.on-Mitteilung in den ersten drei Quartalen um fast 22 Prozent. Das Umsatzwachstum betrug auf der anderen Seite nur rund sieben Prozent. Vor allem in Großbritannien und Skandinavien seien die Gewinne deutlich gestiegen, hieß es.

E.on-Chef Bernotat: Rekordgewinne eingefahren
AP

E.on-Chef Bernotat: Rekordgewinne eingefahren

In Deutschland und den zentraleuropäischen Märkten sei das Ergebnis dagegen belastet worden. Als Gründe gibt E.on Chart zeigen höhere Strombezugskosten, größere Aufwendungen für den Strom aus erneuerbaren Energien und niedrigere Netzerlöse an.

Der Energieversorger will seine Strompreise in Deutschland nach wie vor im Januar um bis zu zehn Prozent erhöhen. E.on war nach der Preisankündigung vom Bundeskartellamt und der Netzagentur scharf kritisiert worden. Vorstandschef Wulf Bernotat begründete die geplante Preisrunde unter anderem mit deutlich gestiegenen Großhandelspreisen für Strom.

Im Gasgeschäft meldete E.on Umsatzeinbußen: Hier habe man, bedingt durch die milde Witterung, deutlich weniger abgesetzt. Erst im kälteren dritten Quartal habe sich der Rückstand zum Vorjahr verringert.

Für das gesamte Jahr bekräftigt Bernotat seine Prognose: Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen soll zwischen fünf und zehn Prozent steigen, der Überschuss im gleichen Umfang. Im vergangenen Jahr hatte der bereinigte Konzernüberschuss 4,4 Milliarden Euro betragen.

Investieren will E.on den Gewinn vor allem in erneuerbare Energien, sagte Bernotat. Bis zum Jahr 2010 will der Energieversorger rund sechs Milliarden Euro in diesem Markt anlegen. Bislang waren drei Milliarden Euro eingeplant. Investieren will E.on vor allem in Stromgewinnung durch Windkraft.

Fortschritte machte der Konzern zudem bei seinem Aktienrückkaufprogramm, für das insgesamt sieben Milliarden Euro aufgewendet werden sollen. Bislang erwarb das Unternehmen nach eigenen Angaben für 2,8 Milliarden Euro eigene Anteilsscheine.

ssu/dpa/ddp/Reuters

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