Wirtschaft



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22.11.2007
 

Zeitungsbericht

TUIfly und Germanwings prüfen Dreierallianz mit Eurowings

Die Fusion von Germanwings und TUIfly ist einem Zeitungsbericht zufolge weit gediehen: Lufthansa und TUI sollen jeweils 40 Prozent der Anteile an der neuen Fluggesellschaft halten, der Eurowings-Mehrheitseigner Albrecht Knauf die restlichen 20 Prozent.

München - Bei den Fusionsplänen von Germanwings und TUIfly sollen nach Angaben aus Unternehmenskreisen auch die Lufthansa Chart zeigen-Regionalflugtochter Eurowings und deren Miteigner Albrecht Knauf einbezogen werden. Denkbar wäre, dass sich Eurowings und Knauf an TUIfly beteiligen. Auch die Gründung einer ganz neuen Fluggesellschaft sei möglich, schätzen Eingeweihte.

TUIfly-Maschinen: Verhandlungen mit Germanwings sollen seit zwei Monaten laufen
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DDP

TUIfly-Maschinen: Verhandlungen mit Germanwings sollen seit zwei Monaten laufen

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" beansprucht Lufthansa in der Allianz die operative Führung für ihre Billigflugtochter Germanwings. Sprecher von Lufthansa, Germanwings und TUIfly lehnten eine Stellungnahme ab, auch die Knauf Beteiligungs-GmbH war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Gespräche über eine Flugallianz laufen Insidern zufolge bereits seit zwei Monaten. "Von einer Entscheidung sei man aber "noch ein gutes Stück entfernt", sagte ein Eingeweihter.

Die Vorteile der Flugallianz wären vielfach:

  • Germanwings und TUIfly würden ein größeres Geschäft mit vielen Städteverbindungen außerhalb der beiden großen Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München hinzugewinnen.
  • Die Partner würden vom Ferienfluggeschäft der TUI profitieren, das ebenfalls mit Air Berlin konkurriert.
  • Es bestünde die Option, Teile des Lufthansa-Regionalverkehrs zu integrieren.

Eine Partnerschaft mit Eurowings wäre für Lufthansa und TUI Chart zeigen zudem ein Machtgewinn gegenüber der Air-Berlin-Gruppe, die zuletzt durch Zukäufe rasant gewachsen ist. Mit der Übernahme des Geschäftsreisefliegers dba und der Ferienflieger LTU und Condor rückte Air Berlin Chart zeigendichter an den Platzhirschen Lufthansa heran.

Analysten bewerteten das mögliche Zusammengehen von TUIfly und Germanwings heute positiv. Beide Fluggesellschaften ergänzten sich gut. Für TUIfly könnte die Allianz die akuten Probleme lösen - die Flugtochter belastet in diesem Jahr das Ergebnis des Reisekonzerns.

TUIfly hat als Ergebnis aus dem Zusammenschluss der TUI -Töchter HLX und Hapagfly die Erwartungen des Reisekonzerns nicht erfüllt. Zuletzt musste die Kapazität wegen leerer Sitze reduziert werden. So wandten sich zum Beispiel unabhängige Reiseveranstalter ab und ließen ihre Gäste mit anderen Linien fliegen, weil sie die Neutralität von TUIfly nicht gewahrt sahen.

Die Billigfluglinie Germanwings hingegen gilt als erfolgreich, sucht aber dem Bericht zufolge nach dem starken Wachstum des Konkurrenten Air Berlin offenbar nach neuen Expansionsfeldern. Die TUIfly-Vorgänger hatten laut Bericht im Jahr 2006 rund elf Millionen Passagiere befördert, bei Germanwings waren es sieben Millionen.

ssu/ddp/Reuters

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