New York - Mit diesem Sieger hatte keiner gerechnet: Das US-Magazin "Fortune" hat Apple-Chef Steve Jobs zum mächtigsten Manager der Welt gekürt. Zur Begründung heißt es, Jobs habe nicht nur die Computer-Industrie revolutioniert, sondern auch die Musikbranche, Hollywood, den Einzelhandel und das mobile Telefonieren. "Manche halten Jobs für den Beethoven der Geschäftswelt", schreibt das Magazin. "Man könnte ihn aber auch als Machiavelli bezeichnen." Als Apple-Chef könne er Lieferanten, Partnern und selbst der Industrie seinen Willen aufzwingen.
Weniger überraschend ist die Vergabe von Platz zwei an Rupert Murdoch. Der Medienzar beherrsche mit seinem Konzern News Corp Fernsehen, Film, Print und Online, schreibt "Fortune". Das Unternehmen stelle eine "globale Macht" dar.
Insgesamt findet sich in der Liste der 25 einflussreichsten Manager kein einziger Deutscher. Generell wird das Ranking von den Chefs der großen US-Konzerne dominiert. Als mächtigste Frau gelangte Pepsi-Chefin Indra Nooyi auf Platz 22.
Nicht fehlen durfte auf der "Power 25"-Liste die Google-Führung um Konzernchef Eric Schmidt und die beiden Gründer Larry Page und Sergej Brin, die gemeinsam auf Platz vier kommen. Mit dabei ist auch Microsoft-Chef Bill Gates. Anders als bei so manchem Reichen-Ranking schafft er es in punkto Macht aber "nur" auf Platz sieben. Vor ihm liegen Manager wie Goldman-Sachs-Banker Lloyd Blankfein (Rang drei), Star-Investor Warren Buffet (Rang fünf) und Öl-Magnat Rex Tillerson von Exxon Mobil (Rang sechs).
Eine Reihe von Absteigern
Dass Vermögen nicht gleichbedeutend mit Macht ist, beweist auch Carlos Slim. Der Mexikaner führt - wie Bill Gates - zahlreiche Reichen-Rankings an. Sein Einfluss reicht dagegen nicht so weit: "Fortune" platziert ihn auf Rang 20.
Wo es Gewinner gibt, sind auch die Verlierer nicht weit. Im Vergleich zum letzten Ranking vor vier Jahren weist die Mächtigen-Liste eine ganze Reihe von Absteigern auf. Sandy Weill von der Citigroup schaffte es 2003 noch auf Platz vier - seit seinem Rücktritt als Chairman 2006 spielt er nun eine untergeordnete Rolle. Ähnlich geht es Lee Raymond, der Exxon Mobil vor zwei Jahren verließ, ebenso wie Michael Dell, dem auch seine Rückkehr an die Spitze des gleichnamigen Computerkonzerns nichts nutzte.
Etwas Besonderes ist es bei General-Motors-Chef Rick Wagoner. Das letzte Mal kam er im Macht-Ranking auf Platz 25, dieses Jahr ist er nicht mehr dabei - obwohl er noch im Amt ist. "GM steht kurz davor, seine Position als weltgrößter Autohersteller an Toyota zu verlieren", kommentiert "Fortune". Toyota-Chef Katsuaki Watanabe liegt im Gegenzug weit vorne. Er kommt auf der Liste der Super-Mächtigen auf Platz neun.
| Die mächtigsten Manager der Welt | ||
| Rang | Name | Unternehmen |
| 1 | Steve Jobs | Apple |
| 2 | Rupert Murdoch | News Corp |
| 3 | Lloyd Blankfein | Goldman Sachs |
| 4 | Eric Schmidt, Larry Page, Sergej Brin | |
| 5 | Warren Buffett | Berkshire Hathaway |
| 6 | Rex Tillerson | Exxon Mobil |
| 7 | Bill Gates | Microsoft |
| 8 | Jeff Immelt | General Electric |
| 9 | Katsuaki Watanabe | Toyota |
| 10 | Alan Lafley | Procter & Gamble |
| 11 | John Chambers | Cisco |
| 12 | Li Ka-shing | Hutchison Whampoa |
| 13 | Lee Scott | Wal-Mart |
| 14 | Lakshmi Mittal | Arcelor Mittal |
| 15 | Jamie Dimon | JPMorgan Chase |
| 16 | Mark Hurd | Hewlett-Packard |
| 17 | James McNerney | Boeing |
| 18 | Marius Kloppers | BHP Billiton |
| 19 | Steve Schwarzman | Blackstone |
| 20 | Carlos Slim | TelMex |
| 21 | Steve Feinberg | Cerberus |
| 22 | Indra Nooyi | PepsiCo |
| 23 | Ratan Tata | Tata Group |
| 24 | Bob Iger | Walt Disney |
| 25 | Bernard Arnault | Luis Vuitton, Christian Dior |
| Quelle: "Fortune" | ||
wal
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