Wirtschaft



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30.11.2007
 

Vergleichstabelle

Strompreisschock - wo die Energiekonzerne absahnen

Von Anselm Waldermann

Millionen Verbraucher werden nahezu flächendeckend abkassiert: Am 1. Januar erhöhen Hunderte Stromversorger ihre Tarife - zum Teil um 38 Prozent. Dabei gibt es enorme Unterschiede zwischen einzelnen Anbietern. Die SPIEGEL-ONLINE-Tabelle zeigt: Bei einem Wechsel kann man viel sparen.

Hamburg - Die Verlierer des Jahres leben in Wolfen in Sachsen-Anhalt. Nirgendwo in Deutschland ist Strom so teuer wie dort. Ein Vier-Personen-Haushalt, der seinen Strom von den Stadtwerken Wolfen bezieht, muss im nächsten Jahr 1034 Euro zahlen. Zum Vergleich: Die Gemeindewerke Stockstadt in Bayern verlangen nur 685 Euro. Damit sind sie der günstigste Lokalanbieter Deutschlands.

Strompreise in Deutschland: So viel zahlt ein Vier-Personen-Haushalt pro Jahr
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verivox.de

Strompreise in Deutschland: So viel zahlt ein Vier-Personen-Haushalt pro Jahr

Hart trifft es im nächsten Jahr auch die Kunden der Energie- und Wasserversorgung Rheine. Hier steigen die Strompreise im Vergleich zum 1. Januar 2007 um satte 38 Prozent - deutschlandweiter Rekord. Insgesamt erhöhen in den nächsten Wochen 326 Versorger ihre Preise, wie das unabhängige Verbraucherportal Verivox ermittelt hat.

Im Bundesdurchschnitt zahlt eine Kleinfamilie im nächsten Jahr 855 Euro. Das sind 6,6 Prozent mehr als zum 1. Januar 2007. Zu den Preistreibern gehören auch Tochterunternehmen der großen Energiekonzerne wie E.on Avacon, E.on Bayern oder RWE Westfalen-Weser-Ems.

Sind die Kunden den Konzernen also hilflos ausgeliefert? Nicht ganz, sagen Verbraucherschützer. Den Stromanbieter zu wechseln, kann die Haushaltskasse sogar ordentlich entlasten. "Wer diese Möglichkeit nicht nutzt, verschenkt viel Geld", sagt Thomas Stollberger von Verivox.

Verbraucher, die von den Stadtwerken Wolfen zu den Stadtwerken Ludwigsburg wechseln, sparen im nächsten Jahr 264 Euro. Damit lässt sich die Stromrechnung um 25 Prozent drücken. Allerdings lässt sich dieses Beispiel nicht auf alle Regionen Deutschlands übertragen - schließlich sind die Stadtwerke Ludwigsburg nicht überall der günstigste Anbieter.

Den bundesweit billigsten Strom gibt es im Gebiet Ismaning in Bayern. Hier verlangt der Anbieter Yello, eine Tochter des EnBW-Konzerns, von einem Vier-Personen-Haushalt nur 662 Euro. Doch auch in diesem Fall gilt: Andernorts kann Yello-Strom durchaus teurer sein.

Verbraucherschützer warnen deshalb, dass nicht jede Werbeofferte zum günstigsten Strom führt. Kunden sollten genau vergleichen, welche Anbieter in ihrem eigenen Versorgungsgebiet verfügbar sind (siehe Kasten).

Verivox wiederum rät zu Angeboten mit einer langen Preisgarantie, die vor weiteren Erhöhungen schützt. Außerdem empfehlen die Experten Vertragslaufzeiten von bis zu einem Jahr und eine Kündigungsfrist von maximal drei Monaten.

Anbieterwechsel - so funktioniert's

In wenigen Minuten zum Ziel

Der Wechsel des Stromanbieters ist sehr einfach. Für die Formalitäten braucht man nur wenige Minuten. Im Kern gilt das Gleiche auch für Gaskunden, wobei der Markt hier aber erst langsam in Bewegung kommt. Wechselwillige Kunden sollten Folgendes beachten.

Verbrauch ermitteln

Die Suche nach dem passenden Anbieter

Die Auswahl

Ökoanbieter

Die Formalitäten

Die Technik

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