Wirtschaft



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06.12.2007
 

Subprime-Krise

Deutsche Bank warnte vor Anleihen - und verkaufte sie weiter

Hochnotpeinliche Untersuchung bei großen Finanzhäusern: Investmentbanken haben problematische Subprime-Papiere im großen Stil weiterverkauft - obwohl sie die Risiken der Anlagen längst erkannt hatten. Auch die Deutsche Bank ist deshalb ins Visier der US-Justiz geraten

Hamburg - Mit seiner Warnung machte sich Greg Lippmann einige mächtige Feinde in der Deutschen Bank Chart zeigen- doch das ist eine Weile her. Inzwischen nämlich gilt der Manager als der Mann, der den Ruf des Geldhauses retten könnte - und er ist der Joker in der Verteidigungsstrategie gegen die Nachstellungen der New Yorker Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Verkauf von Subprime-Krediten.

Handelszentrum der Deutschen Bank: Eindringliche Warnung
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DDP

Handelszentrum der Deutschen Bank: Eindringliche Warnung

Eingeleitet hatte diese Ermittlungen der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo. Er wirft gleich mehreren Wall-Street-Banken vor, die riskanten, hypothekenbesicherten Anleihen an Investoren in aller Welt weiterverkauft zu haben, obwohl ihnen die Risiken des US-Immobilienmarktes genau bekannt waren. Hunderttausenden waren Kredite für ein Eigenheim zu scheinbar minimalen Zinsen aufgeschwatzt worden, obwohl sie allenfalls genug Geld verdienten, um ihr Existenzminimum zu sichern. Die steigenden Leitzinsen führten schließlich zu höheren monatlichen Zinsraten und damit zur sofortigen Zahlungsunfähigkeit der Schuldner.

Lange Liste von Verdächtigen

Lippmann könnte deshalb eine entscheidende Rolle in der Verteidigungsstrategie der Deutschen Bank zukommen, weil er Hedgefonds und anderen institutionellen Investoren nach einem Bericht der "New York Times" bereits im Januar 2006 eindringlich empfahl, sich gegen den abzusehenden Einbruch der Immobilienpreise abzusichern. Spätestens zu diesem Zeitpunkt also müsste den Investoren das Risiko bekannt gewesen sein. "Er hat richtig auf den Putz gehauen", sagt ein sagte ein Hedgefonds-Händler der "New York Times".

Im eigenen Hause war die Aufklärungskampagne dem Bericht zufolge allerdings auf wenig Gegenliebe gestoßen. Denn während Lippmann seine Top-Klienten schon auf den Absprung vorbereitete, verkauften seine Kollegen die riskanten Kreditpakete fleißig weiter. Nicht zuletzt deshalb dürfte die Deutsche Bank zu den Instituten gehören, gegen die Cuomo ermittelt.

Neben der Deutschen Bank stehen nach Informationen des "Wall Street Journal" auch Merrill Lynch Chart zeigen, Bear Stearns Chart zeigenund Morgan Stanley Chart zeigen auf Cuomos Liste der Verdächtigen. Führende Vertreter der Institute hätten Vorladungen erhalten, schrieb das Blatt gestern. Cuomo wolle Auskünfte im Zusammenhang mit Anleihegeschäften auf der Basis schwach besicherter Immobilienkredite bekommen.

Frage nach der Rolle der Ratingagenturen

Die Staatsanwaltschaft wolle dabei vor allem wissen, wie sorgfältig die Banken die Qualität ihrer Kredite geprüft haben, bevor sie gebündelt an Investoren weitergegeben haben. Außerdem wolle man wissen, wie die Schulden abgesichert wurden und welche Beziehungen die Banken in diesem Zusammenhang zu den Ratingagenturen pflegten. Cuomo hege den Verdacht, dass sie nicht aus Versehen so spät auf die wachsenden Risiken der von ihnen benoteten Kreditderivate reagiert haben. Die Käufer verlassen sich bei solchen Geschäften meist auf das Urteil der Ratingagenturen - ein Grund auch für die Börsenaufsicht SEC, die Vorgänge einer genaueren Prüfung zu unterziehen.

Die Deutsche Bank habe eine Stellungnahme der Zeitung gegenüber abgelehnt, heißt es im "Wall Street Journal".

Cuomo nimmt bereits seit längerem Finanzinstitute im Zusammenhang mit der Immobilienkrise unter die Lupe. Anfang November hatte er bereits Vorladungen für die beiden größten US-Hypothekenaufkäufer Fannie Mae und Freddie Mac angekündigt. Einige Institute sollen etwa Immobilien im Zuges des ausschweifenden Kreditgeschäfts betrügerisch zu hoch bewertetet haben. Auch US-Strafverfolger in anderen Bundesstaaten beschäftigen sich mit den Vorgängen.

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Erstens weiß eigentlich jeder, dass genau das das Tagesgeschäft (nicht nur) von Banken ist. Denn ein Kunde mit Durchblick ist potenziell ein Kunde weniger. Nicht umsonst mußten doch beinahe alle der wenigen halbwegs objektiven [...] mehr...

06.12.2007 von inci: o

hat die deutsche bank tatsächlich erst gewarnt, und dann weiterverkauft? falls ja, ist ihr ein supercoup gelungen, denn ich nehme mal an, daß diese warnungen ziemlich offiziell daherkommen sind und die käufer um das risiko der [...] mehr...

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