Hamburg - In Deutschland wird der traditionelle Weihnachtsbaum erheblich teurer. Nach Beobachtungen des Spitzenverbands der Deutschen Holzindustrie führen die wachsende Zahl von Single-Haushalten und der zunehmende Export zu einer steigenden Nachfrage, berichtet der SPIEGEL.
Weil außerdem bundesweit mehrere tausend Hektar Tannenbaum-Plantagen umgewidmet wurden, etwa für den profitableren Anbau von Pflanzen zur Gewinnung von Bio-Kraftstoffen, wird gleichzeitig das Angebot knapper.
Vor allem die Nordmanntanne wird verstärkt in das Ausland exportiert. So fliegt die Lufthansa bereits Bäume nach Abu Dhabi und Dubai. In Kühlcontainern werden frisch geschlagene Weihnachtsbäume sogar bis nach China verschifft. Dort gilt ein nach US-Vorbild kitschig geschmückter Baum als besonderer Ausweis von Wohlstand und Shopping-Kultur.
"Wir haben gar nicht genug Ware, um die Chinesen zu bedienen", sagt der schleswig-holsteinische Tannenbaum-Unternehmer Christian von Burgsdorff. Bei Meterpreisen von rund 20 Euro für gutgewachsene Nordmanntannen müssten sich die rund 28 Millionen deutschen Weihnachtsbaumkäufer auf steigende Preise einstellen. Die Preise erreichen damit Rekordniveau.
Auch andere Produkte und Rohstoffe wie Lebensmittel - vor allem Milchprodukte - und Erdöl sind in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden. Die weltweite Nachfrage nach diesen Produkten steigt seit Jahren kontinuierlich parallel mit dem wachsenden Wohlstand in Ländern wie China und Indien.
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