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23.12.2007
 

Verkaufte Werke

Airbus stellt A350-Aufträge in Frage

Unsichere Zukunft: Airbus stellt einer Zeitung zufolge die Beteiligung der zum Verkauf stehenden Werke an den künftigen Programmen A350 und dem A320 Nachfolgemodell in Frage.

Paris - Ernüchternde Nachrichten für die zum Verkauf stehenden Airbus-Werke. Nach dem Bau einer bestimmten Anzahl von A350 wolle Airbus den Auftrag neu ausschreiben, berichtete das Pariser "Journal du Dimanche" ("JDD"). "JDD" gehört dem Lagardère-Konzern, der die französischen Interessen im Airbus-Konzern EADS Chart zeigen vertritt.

Mitarbeiter des Airbus-Werks in Nordenham: MT Aerospace will eher neues Personal einstellen als Stellen abbauen
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DDP

Mitarbeiter des Airbus-Werks in Nordenham: MT Aerospace will eher neues Personal einstellen als Stellen abbauen

Airbus wolle die Regelung in der zweiten Verhandlungsrunde mit den Werkskäufern bis zum Frühjahr treffen, heißt es. Intern sei von einigen hundert A350-Flugzeugen die Rede, nach denen der Auftrag neu vergeben werden könne. Der Flugzeugbauer wolle den Werkskäufern auch keine Garantie für ihre Beteiligung am Nachfolger der A320, NSR, geben.

EADS will das EADS-Werk Augsburg und die Airbus-Werke Nordenham und Varel an MT Aerospace, eine Tochter der Bremer OHB Technology Chart zeigen, abgeben. Sollte die Zukunft der A350- und A320-Aufträge wirklich in Frage stehen, wirkt sich das sicher auf die Geschäftspläne der Käufer aus.

Immerhin: Noch versichert MT Aerospace, in den übernommen Werken keine Stellen abbauen zu wollen. "Die Frage wird eher sein, ob und wie viel Personal wir aufbauen werden", sagte der Chef von MT Aerospace, Hans Steininger, der Zeitung "Euro am Sonntag". Ein Personalabbau sei aus heutiger Sicht nicht notwendig. "Zum einen ist der Auftragsbestand hoch, zum anderen rechnen wir mit einem Wachstum von jährlich über zehn Prozent in den nächsten Jahren", erklärte Steininger.

Auf die Werke kämen zahlreiche neue Aufträge zu. In dem Interview geht Steininger aber davon aus, dass die Produktion des A320 von zirka 30 auf 40 Flugzeuge pro Monat erhöht wird und er verweist auch auf die A350-Entwicklung: "Daran werden die Werke ebenfalls signifikant beteiligt sein", sagte Steininger. Außerdem dürften die deutschen Zulieferwerke künftig zahlreiche Teile für den neuen Großraumjet A380 fertigen.

Neben Airbus will Steininger auch den US-Wettbewerber Boeing Chart zeigen als Kunden gewinnen. "Die Entwicklung für den Nachfolger der Boeing 737 beginnt in zwei bis drei Jahren, da müssen wir dabei sein", sagte er. Dann werde MT Aerospace auch entscheiden, ob Boeing von den drei deutschen Werken aus beliefert würde oder ob das Unternehmen eine Produktion in Nordamerika aufbaue.

ase/Ap/dpa

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