Berlin - Die Sozialdemokraten halten die Diskussion um überzogene Managergehälter hartnäckig auf der Agenda: Wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Lange der "Stuttgarter Zeitung" sagte, plane die eigens eingesetzte Arbeitsgruppe zur Angemessenheit von Managergehältern höhere Steuern für Firmenvorstände. SPD-Chef Kurt Beck hatte das Gremium am 10. Dezember gegründet, um gesetzliche Regelungen zur Vergütung von Firmenvorständen zu prüfen.
Neben Korrekturen im Aktienrecht berate das Gremium auch über Veränderungen im Steuerrecht, sagte Lange. "Es findet eine Diskussion darüber statt, ob Boni oder sonstige Sonderleistungen stärker besteuert werden müssen", wird Lange zitiert, der der Arbeitsgruppe angehört. Er kündigte an, dass konkrete Ergebnisse bis zum Frühjahr 2008 vorliegen sollen.
Lange sprach sich außerdem für eine vollständige Offenlegung von Managergehältern aus. Die bisherigen Ausschlussklauseln sollten gestrichen werden - dazu gehört, dass eine Aktiengesellschaft die Gehälter des Vorstandes dann nicht veröffentlichen muss, wenn dies die Hauptversammlung mit großer Mehrheit beschließt.
Außerdem müssten die Aufsichtsräte in stärkerem Maß für Exzesse bei Spitzengehältern haften, forderte Lange. "Der Druck auf die Kontrollgremien soll zunehmen", sagte er. Er könne sich vorstellen, dass die Aufsichtsräte Gehaltserhöhungen in Zukunft detailliert begründen müssten.
amz/AP
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