Von Arvid Kaiser
Rohstoffe - Zu viel Spekulation
Wirklich reich werden konnte man in den vergangenen fünf Jahren mit Investments in Rohstoffe. Gold
, Silber, seltenere Edelmetalle, auch Agrarprodukte wie Zucker oder Orangensaftkonzentrat, Energieträger wie Kohle, Öl oder Uran - alles, was sich handeln lässt, hat seinen Wert vervielfacht.
Solange der Hunger Chinas und Indiens nach Öl und Metall zunimmt, das Angebot aber nicht mit der Nachfrage wachsen kann, drückt der Markt auf höhere Preise. Das ist aber nur einer der Faktoren, die zum aktuellen Superzyklus geführt haben. Die phänomenale Wertentwicklung hat viel damit zu tun, dass immer mehr Investoren sich spekulativ mit Rohstoffpositionen eindeckten und so den Trend verstärkten.
"Rohstoffe sind wenig attraktiv", urteilt trotzdem HSBC-Mann Heger. Die robuste Nachfrage verhindere zwar einen signifikanten Preisrückgang. Wer jetzt einsteigt, komme aber zu spät, müsse sich jedenfalls auf besonders raues Wetter einstellen: "Der hohe spekulative Anteil am jüngsten Preisanstieg sorgt für ein äußerst volatiles Umfeld, das eher zum Trading als zu langfristigen Engagements einlädt."
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