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04.01.2008
 

Millionen-Investments

China steigt heimlich bei australischen Banken ein

Finanztransaktion mit politischer Sprengkraft: Die staatliche chinesische Devisenbehörde hat sich heimlich bei drei der vier größten Banken Australiens eingekauft. Interesse hat sie auch an britischen Geldhäusern.

London – Der Einstieg der Chinesen geschah von Hongkong aus: Es war der Hongkonger Ableger der State Administration of Foreign Exchange (Safe), der die Aktienkäufe in Australiens Bankenszene abwickelte.

Finanzplatz Hongkong: The Empire strikes back again
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AP

Finanzplatz Hongkong: The Empire strikes back again

Auf den ersten Blick erscheint die Beteiligung klein. Sprecher der Australia and New Zealand Bank, der Commonwealth Bank sowie der National Australia Bank der "Financial Times" sagten, Safe halte jetzt Anteile von jeweils weniger als ein Prozent an ihren Instituten. Der Wert der Beteiligung beläuft sich aber auf auf 200 Millionen australische Dollar - jeweils. In der Summe sind das umgerechnet rund 320 Millionen Euro.

Safe habe die Aktien in den vergangenen zwei Monaten in kleinen Schritten gekauft, um den Kurs nicht zu beeinflussen und unerkannt zu bleiben, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf einen internen Bankbericht. Die Transaktion dürfte nicht die letzte bleiben. Safe interessiere sich außerdem für Aktien britischer Banken, wolle dabei aber ebenfalls so geräuschlos wie möglich vorgehen, sagte ein Banker dem Blatt.

Die Möglichkeiten der Chinesen sind groß: Safe verwaltet mehr Devisen-Reserven als irgendeine andere Finanzeinrichtung auf der Welt. Insgesamt hat die Volksrepublik 1,3 Billionen Dollar an Devisenreserven angehäuft.

Die Chinesen bestätigten die Investments nicht offiziell - doch das bedeutet nicht viel. Lange Zeit hatten Safe-Manager sogar dementiert, dass es den Hongkong-Ableger Safe Investment Company überhaupt gibt. Inzwischen ist klar, dass er bereits 1997 eingerichtet wurde.

itz/dpa-AFX

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