Wirtschaft



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09.01.2008
 

Rezessionsangst

Bush will sich mit Steuergeschenken retten

Die Kreditkrise erschüttert die US-Wirtschaft stärker, als sich Noch-Präsident Bush das lange eingestehen wollte. Jetzt versucht er, die drohende Rezession mit Steuergeschenken abzuwenden - und verspricht jedem Bürger 500 Dollar.

Washington - Die Meinungsumfragen haben gewirkt: Sie zeigen deutlich, dass die US-Bürger ernsthaft Angst vor einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage haben. Und alle reagieren: Die Regierung, die Opposition und die Präsidentschaftskandidaten überbieten sich derzeit mit Rezepten gegen die drohende Rezession.

US-Präsident Bush: "Diskutieren unterschiedliche Ideen"
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REUTERS

US-Präsident Bush: "Diskutieren unterschiedliche Ideen"

Gestern schließlich wagte sich auch Präsident George Bush aus der Deckung und verkündete auf einer Pressekonferenz, man werde sich die "Probleme sehr genau anschauen", viele "unterschiedliche Ideen" diskutieren und "alle Optionen" prüfen, was unternommen werden könnte. Genauere Angaben machte er nicht.

Allerdings meldete heute das "Wall Street Journal", dass Bush ernsthaft darüber nachdenke, jedem Bürger einen Steuernachlass von 500 Dollar zu gewähren. Außerdem plane er Steuererleichterungen für Firmen, die in ihre Ausstattung investieren. Bush werde sein Paket zum Ankurbeln der Wirtschaft noch vor seiner Rede zur Lage der Nation am 28. Januar verkünden, zitiert das "Wall Street Journal" Insider.

Sollte sich Bush tatsächlich für diese beiden Maßnahmen entscheiden, würde er damit die gleiche Taktik anwenden, die schon einmal funktioniert hat, schreibt das "Wall Street Journal" weiter. Denn schon 2001, in den Anfangsjahren seiner Präsidentschaft, hatte das Finanzministerium zehn Wochen lang an zwei Drittel aller US-Haushalte Schecks in Höhe von 300 Dollar oder 600 Dollar verschickt. Sie galten als vorgezogene Rückerstattungen einer nachträglichen Steuerminderung in der untersten Steuerklasse von 15 auf 10 Prozent.

Bush hinterlässt schwächelnde Wirtschaft

2002 hatte der Kongress außerdem auf Veranlassung von Bush Unternehmen einen Abschlag von 30 Prozent auf alle Investitionen in die eigenen Geräte gewährt. Im folgenden Jahr wurde dieser sogar auf 50 Prozent erhöht, bevor er im Jahr 2004 auslief.

Tatsächlich hinterlässt Bush mit dem Ende seiner zweiten Amtszeit eine schwächelnde Wirtschaft. Erst vergangene Woche hatte das Arbeitsministerium bekannt gegeben, dass die Arbeitslosenzahl im Dezember von 4,7 Prozent auf 5 Prozent gestiegen ist. Ökonomen innerhalb und außerhalb der Regierung befürchten allerdings, dass die fallenden Häuserpreise und Zwangsvollstreckungen dazu führen, dass Konsumenten weniger Geld ausgeben und damit die Wirtschaft endgültig in eine Rezession fällt.

sam

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