Peking - Von Juni an soll es in Chinas Läden keine Gratis-Plastiktüten mehr geben. Grund sind nach Regierungsangaben die zunehmende Umweltverschmutzung, die Verschwendung von Ressourcen und Recycling-Probleme durch die Milliarden von Plastikbeuteln, die Chinas Verbraucher alljährlich mit nach Hause nehmen.
Vor allem die extra-dünnen Tüten - sie sind weniger als 0,025 Millimeter stark - verursachten zu viel Plastikmüll, denn sie gingen schnell kaputt und würden allzu nachlässig entsorgt, teilte die Regierung auf ihrer Website mit. Ihre Herstellung werde ganz verboten. Was die anderen Tüten künftig kosten sollen, blieb zunächst unklar. Die Tütenproduzenten würden künftig zur Herstellung von Plastikbeuteln angehalten, die sich länger benutzen und besser wiederverwerten ließen, erklärte die Regierung weiter.
Die Benutzung von Plastiktüten hat sich in China zu einem echten Umweltproblem ausgewachsen: Allein in der Stadt Shenzhen im Süden der Volksrepublik werden jedes Jahr mindestens 1,75 Milliarden Plastiktüten verwendet, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Nach Angaben der Umweltschutzbehörde von Shenzhen zersetzen sich die Tüten erst nach rund 200 Jahren - und manche von ihnen gar nicht.
sam/AFP
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