Neu-Delhi – Die neuen Japaner sind jetzt die Inder: Das günstigste Auto der Welt kommt wieder mal aus Asien – und zwar vom Mischkonzern Tata, der mit Macht daran arbeitet, sich als Autogroßmacht zu etablieren.
Tata-Chef Ratan Tata sagte auf der Autoexpo in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, der Tata Nano werde wie geplant 100.000 Rupien oder umgerechnet rund 2500 Dollar kosten, das entspricht etwa 1700 Euro. Tata sprach von einem "Meilenstein". Der auch "Volksauto" genannte viersitzige Nano wird im Laufe des Jahres auf den indischen Markt kommen.
Dass der Nano eine Einfachstversion eines Autos werden wird, liegt auf der Hand. Für Umweltschützer hört der Spaß allerdings dort auf, wo elementare technische Grundanforderungen an die Abgasreinigung gefährdet sind. Der Chefklimawissenschaftler der Vereinten Nationen, Rajendra Pachauri, sagte bereits im Dezember, die Aussicht auf das Billigauto bereite ihm Alpträume.
Nach Tata-Angaben erfüllt der Wagen die Euro-IV-Norm und die indischen Sicherheitsstandards. Experten weisen aber darauf hin, dass speziell die Abgasreinigung einer intensiven Wartung bedarf, für die auch teure technische Geräte erforderlich sind. Schlecht gewartete Anlagen aber würden schnell zu deutlich schlechteren Abgaswerten führen, als die Euro-IV-Norm vorschreibt.
Der Viertürer wird mit einem 33 PS starken 623-Kubikzentimeter- Zweizylindermotor angetrieben, der im Heck untergebracht ist. Das Auto soll fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen. Der 3,10 Meter lange, 1,50 Meter breite und 1,60 Meter hohe Nano kostet rund die Hälfte des nächstgünstigen Pkw in Indien.
Tata will zunächst 250.000 Stück produzieren. Mittelfristig erwartet der Konzern eine jährliche Nachfrage von rund einer Million. Im September soll das neue Fahrzeug in den Verkaufsräumen der Händler stehen.
Indien ist nach China der weltweit am stärksten wachsende große Automarkt. Experten schätzen, dass der Pkw-Absatz in Indien von 1,2 Millionen im vergangenen Jahr bis 2018 auf drei bis vier Millionen ansteigt.
Tata hat im Autosektor viel vor. Derzeit verhandelt der Konzern mit Ford über den Kauf der Nobelmarken Jaguar und Land Rover.
itz/dpa-AFX/Reuters
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In der Tat, war ich nicht. Ich habe genug Information über Bekannte, die dort waren, und ein paar Reportagen, die mir die Lust dahin zu reisen ausgetrieben haben. Ihre Kommentare weiter unten bestätigen dies. ---Zitat--- Mit [...] mehr...
Also für den Klimaschutz sind (besonders was Autos betrifft) unsere Supernanny der CO2 Sünder (nebenberuflich Kanzlerin) und der Jedi-Ritter der CO2 Reduzierung (der Minister der die Regierung und die Lobbys vor der Umwelt [...] mehr...
Ich bin erstaunt, in welchem Umfang die SpON-Redaktion sich diesem Thema widmet, dass gleich zwei parallele Diskussion nunmehr laufen: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=3008 mehr...
Wow - Danke, hoffe nur, dass es nicht stimmt! Ich krieg einen kalten A...., wenn ich dran denke, dass ich über 20x soviel Mist produzieren lasse, im 1200 kg neues Auto zu kriegen. Gibt's einen - denke mal an den TUEV oder [...] mehr...
Das hat vermutlich noch niemand genau erforscht. Aber nur mal als Denkanstoß: Laut einer VW-Studie fällt bei der Herstellung eines einzigen PKW 25 Tonnen Abfall an. Das entspricht der 83- fachen Menge dessen, was sie im Jahr [...] mehr...
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