Berlin - Tierisch viel Geld gibt der deutsche Durchschnittsbürger für seine vier- und zweibeinigen Freunde aus - im wahrsten Sinn des Wortes: 3,15 Milliarden Euro waren es im Jahr 2006, sagte Klaus Oechsner, der Präsident des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZFF). Drei Viertel dieses Betrages werden für Futter ausgegeben - der Rest geht für Accessoires und kleidsames Zubehör drauf.
Denn was Frauchen liebt, ist für Hund und Katze gerade gut genug. Und so gibt es mittlerweile in einigen Städten der Republik richtige Boutiquen, in denen das Haustier standesgemäß eingekleidet werden kann. Besonders gerne werden nach Oechsners Angaben Kleidchen für Hunde und Fahrradanhänger gekauft. Es könnte ja sein, dass der hechelnde Vierbeiner mal keine Lust hat zu laufen - oder sich einfach gerne chauffieren lässt.
Gespart wird dagegen bei der Nahrung: Nach Angaben des ZFF-Präsidenten greifen die Deutschen beim Futter eher zu günstigeren Produkten. Der Discount-Gedanke setzt sich wohl auch bei der Tierhaltung durch.
Der Markt für Hundezubehör ist groß, schließlich lebt heute fast in jedem dritten Haushalt ein Tier. Ganz vorne im Beliebtheits-Ranking stehen die Katzen: 7,8 Millionen Stubentiger wohnen in Deutschland. Damit verweisen sie die Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen (6,3 Millionen), Hunde (5,3 Millionen) und Vögel (3,8 Millionen) auf die hinteren Plätze.
Insgesamt füttern die Deutschen 23,2 Millionen Tiere durch. Nicht eingerechnet sind dabei die Millionen Tiere, die in Terrarien, Aquarien und Gartenteichen leben. Immerhin ist beim ZFF bekannt, dass es in Deutschland 1,4 Millionen Gartenteiche gibt.
Im europäischen Vergleich nehmen die deutschen Tierfreunde damit einen Spitzenplatz ein - verpassen aber knapp die ersten Ränge. Darauf tummeln sich die Tierhalter aus Russland (37,9 Millionen), Italien und Frankreich (jeweils 29,1 Millionen) und Großbritannien (25 Millionen).
tob/AP/ddp
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