Hamburg - Es gab dieses Jahr keine Mehrwertsteuererhöhung - und trotzdem rechnet die Bundesregierung für 2008 offenbar mit einer anhaltend hohen Inflationsrate. Im Jahresdurchschnitt 2008 soll die Inflationsrate 2,3 Prozent erreichen, meldet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf den Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts. Im vergangenen Jahr seien die Preise schon um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Den Jahreswirtschaftsbericht will Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) am Mittwoch in Berlin vorstellen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2008 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen, heißt es in dem Entwurf laut "FTD". Die Zahl der Erwerbstätigen steige um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Zuwachs falle damit deutlich geringer aus als 2007, als die Erwerbstätigkeit um 1,7 Prozent gestiegen sei. Die Arbeitslosenquote sinke der Prognose zufolge 2008 auf 8,2 Prozent nach 9,0 Prozent im Jahr 2007.
Für das Jahr 2008 gehe die Regierung außerdem von einem kräftigen Anstieg des privaten Konsums aus, schrieb das Blatt. Er solle um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. 2007 war der private Verbrauch nur um 1,4 Prozent gestiegen. Dagegen nähmen die Bruttoanlageinvestitionen 2008 deutlich weniger zu als im vergangenen Jahr: Erwartet werde 2008 nur noch ein Zuwachs von 3,3 Prozent nach 7,7 Prozent im Jahr 2007.
Die Exporte steigen nach Erwartung der Regierung im Jahr 2008 um 5,8 Prozent, wie die "FTD" schreibt. Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Wirtschaft 8,3 Prozent mehr Waren ausgeführt als im Jahr zuvor.
sam/AP
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