Wirtschaft



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23.01.2008
 

Ein-Dollar-Experiment

Starbucks startet Kaffee-Schlacht

Unser Kaffee ist erlesen, hochwertig und fair, wirbt Starbucks und verlangt seinen Kunden dafür kräftige Preise ab. Doch günstige Konkurrenzketten scheinen dem Unternehmen Sorgen zu bereiten - in den USA gehen bei Starbucks jetzt die ersten Billig-Becher über die Theke.

Seattle - Still und heimlich hat die amerikanische Kaffeehauskette Starbucks in den USA eine Preisoffensive gestartet: In einigen Geschäften im Raum Seattle probiere Starbucks ein Kaffeeangebot für einen Dollar (umgerechnet 0,69 Euro) aus, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens dem "Wall Street Journal". Zugleich bieten die Läden bei einer Reihe der teureren Getränke kostenloses Nachschenken an.

Starbucks-Kaffee: Gibt's vielleicht bald in billig
AP

Starbucks-Kaffee: Gibt's vielleicht bald in billig

Starbucks testet den Billig-Becher unter dem Druck von Konkurrenten wie McDonald's: Der Fast-Food-Riese klaut mit seinen neuen hippen Kaffee-Lounges, bei der Getränke, Kuchen und Frühstück zu verhältnismäßig günstigen Preisen angeboten werden, Starbucks die Kunden.

In Deutschland wird es die Billig-Becher vorerst nicht geben: "Die Aktion in Seattle ist ein reiner Testlauf", sagte eine Sprecherin von Starbucks Deutschland zu SPIEGEL ONLINE. "Im Moment ist die Aktion für deutsche Filialen noch nicht relevant", hieß es.

Mit der Preisoffensive will Starbucks nun offenbar einer Verlangsamung des Wachstums entgegensteuern: An der Börse hat Starbucks im vergangenen Jahr fast 50 Prozent an Wert verloren - McDonald's legte dagegen um fast ein Drittel zu. Als Konsequenz musste erst Anfang des Jahres der bisherige Konzernchef Jim Donald gehen, und Unternehmensmitgründer Howard Schultz übernahm wieder das Ruder.

Starbucks setzte bislang bewusst eher auf höherpreisige Angebote: Das günstigste Getränk - ein schlichter Espresso - kostet in Deutschland 1,90 Euro, für eine mittlere Latte Macchiato muss ein Kunde gut drei Euro bezahlen. Zu der Kette zählen inzwischen mehr als 14.000 "Coffee Houses" in 43 Ländern, davon mehr als hundert in Deutschland.

amz/dpa/Reuters

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