Seattle - Still und heimlich hat die amerikanische Kaffeehauskette Starbucks in den USA eine Preisoffensive gestartet: In einigen Geschäften im Raum Seattle probiere Starbucks ein Kaffeeangebot für einen Dollar (umgerechnet 0,69 Euro) aus, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens dem "Wall Street Journal". Zugleich bieten die Läden bei einer Reihe der teureren Getränke kostenloses Nachschenken an.
Starbucks-Kaffee: Gibt's vielleicht bald in billig
In Deutschland wird es die Billig-Becher vorerst nicht geben: "Die Aktion in Seattle ist ein reiner Testlauf", sagte eine Sprecherin von Starbucks Deutschland zu SPIEGEL ONLINE. "Im Moment ist die Aktion für deutsche Filialen noch nicht relevant", hieß es.
Mit der Preisoffensive will Starbucks nun offenbar einer Verlangsamung des Wachstums entgegensteuern: An der Börse hat Starbucks im vergangenen Jahr fast 50 Prozent an Wert verloren - McDonald's legte dagegen um fast ein Drittel zu. Als Konsequenz musste erst Anfang des Jahres der bisherige Konzernchef Jim Donald gehen, und Unternehmensmitgründer Howard Schultz übernahm wieder das Ruder.
Starbucks setzte bislang bewusst eher auf höherpreisige Angebote: Das günstigste Getränk - ein schlichter Espresso - kostet in Deutschland 1,90 Euro, für eine mittlere Latte Macchiato muss ein Kunde gut drei Euro bezahlen. Zu der Kette zählen inzwischen mehr als 14.000 "Coffee Houses" in 43 Ländern, davon mehr als hundert in Deutschland.
amz/dpa/Reuters
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