Wirtschaft



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23.01.2008
 

Gewerkschafts-Offensive

Bahn-Tarifpartner beantragen Mindestlohn

Überraschender Vorstoß: Die Bahn-Tarifpartner Transnet und GDBA wollen einem Zeitungsbericht zufolge einen Mindestlohn für ihre Branche vereinbaren. Die Bahn ist offenbar nicht abgeneigt.

Frankfurt am Main - Die Vorstände der beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA hätten beantragt, die Bahnbranche nach dem Beispiel der Post in das Entsendegesetz aufzunehmen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab unter Berufung auf einen Transnet-Sprecher. Eine Höhe für einen Mindestlohn wurde nicht genannt.

Transnet-Chef Hansen (l.), GDBA-Chef Hommel: Aufnahme der Bahnbranche ins Entsendegesetz
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DPA

Transnet-Chef Hansen (l.), GDBA-Chef Hommel: Aufnahme der Bahnbranche ins Entsendegesetz

Motiv sei der wachsende Wettbewerbsdruck in der Branche, durch den sie zu einem Niedriglohnsektor zu werden drohe. Die Deutsche Bahn AG zeige sich dem Vorstoß nicht abgeneigt, schreibt die Zeitung. Die Idee sei schon besprochen worden. "Es ist durchaus diskussionswürdig, den Tarifvertrag mit den Lokführern so weit wie möglich für allgemeinverbindlich zu erklären", heiße es von der Bahn.

Durch die Vereinbarung eines Mindestlohns könnten die Bahn-Wettbewerber gezwungen werden, ihren Mitarbeitern deutlich höhere Löhne zu zahlen als bisher. Für den Konzern hätte das auch positive Auswirkungen: Sie hätte dadurch bei Ausschreibungen im Regionalverkehr höhere Chancen auf den Zuschlag.

ssu/AP/ddp/Reuters

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