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24.01.2008
 

Rekord-Wirtschaft

China wächst so schnell wie seit Jahren nicht

Es ist das fünfte Jahr in Folge: Chinas Wirtschaft ist auch 2007 um mehr als zehn Prozent gewachsen. Im vierten Quartal kühlte sich die Konjunktur zwar ein wenig ab - Sorgen bereitet aber vor allem die Inflation.

Peking - Auf insgesamt 11,4 Prozent Wachstum kommen die Statistiker der chinesischen Regierung für das vergangene Jahr - Chinas Wirtschaft hat damit ihr schnellstes Wachstum seit 13 Jahren erlebt. Der Zuwachs lag außerdem um 0,3 Prozent über dem nach oben korrigierten Wert für 2006. Und die Chinesen vermeldeten noch einen Rekord: Es war das fünfte Jahr mit einem Wachstum von mehr als zehn Prozent. Das kommunistische Land könnte Deutschland damit in diesem Jahr als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ablösen.

Bauarbeiter in Peking: Sorge vor galoppierender Inflation
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DPA

Bauarbeiter in Peking: Sorge vor galoppierender Inflation

Sorgen bereitet den Chinesen aber vor allem die galoppierende Inflation. Die Verbraucherpreise der Volksrepublik sind 2007 aufgrund steigender Lebensmittelkosten mit 4,8 Prozent stärker gewachsen als erwartet. Der Wert ist der höchste seit mehr als zehn Jahren und liegt ebenfalls über der angepeilten Inflation von höchstens drei Prozent. Peking hatte Ende 2007 bereits "entschiedene Maßnahmen" angekündigt und will seine Geldpolitik verschärfen.

Das eigentliche Ziel der Regierung in Peking, die Wirtschaft abzukühlen und das Wachstum auf rund acht Prozent zu bremsen, wurde allerdings nicht erreicht - auch wenn sich Chinas Wirtschaftswachstum im vierten Quartal leicht abgeschwächt hat. Das Bruttoinlandsprodukt habe nur noch um 11,2 Prozent zugelegt nach 11,5 Prozent im dritten Quartal, teilte das Nationale Statistikbüro mit. Volkswirte hatten für das Schlussquartal mit 11,3 Prozent gerechnet.

China löst USA ab

Gleichzeitig löste China hat die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr als Japans größten Exportmarkt ab. Wie das Finanzministerium in Tokio mitteilte, beliefen sich die Ausfuhren in die Volksrepublik (inklusive Hongkong) im Jahr 2007 auf einen Gesamtwert von 17,4 Billionen Yen. Die Exporte in die USA gingen dagegen um 0,2 Prozent zurück auf 16,9 Billionen Yen.

Damit scheint es zwar so, als ob Japan die Auswirkungen der schwächelnden US-Wirtschaft abfedern könnte. Allerdings werden viele der nach China gelieferten Güter am Ende zu Produkten weiterverarbeitet, die anschließend in die Vereinigten Staaten exportiert werden. Volkswirte schreiben den USA daher auch künftig eine Schlüsselrolle für die japanischen Konjunkturaussichten zu.

sam/Reuters/dpa

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