Sonntag, 22. November 2009

Wirtschaft



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24.01.2008
 

EU-Strafe

E.on droht 500-Millionen-Euro-Bußgeld

E.on steht Ärger ins Haus: Die EU-Kommission wirft dem Energiekonzern vor, nach einer Hausdurchsuchung ein amtliches Siegel gebrochen zu haben. Dem Konzern droht ein Bußgeld von bis zu einer halben Milliarde Euro. E.on wies den Vorwurf zurück.

Brüssel - EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes will in der kommenden Woche gegen den Energiekonzern E.on Chart zeigen ein Bußgeld wegen des Bruchs eines amtlichen Siegels während einer Durchsuchung im Mai 2006 verhängen. Das erfuhr das Handelsblatt aus EU-Kreisen. Die Kommission sehe es als erwiesen an, dass das Siegel rechtswidrig verletzt worden sei, hieß es in den Kreisen.

E.on-Zentrale in Essen: Verbotener Siegelbruch?
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DPA

E.on-Zentrale in Essen: Verbotener Siegelbruch?

E.on droht eine Strafe von maximal einem Prozent des Jahresumsatzes. Das wären rund 500 Millionen Euro - im November 2007 bezifferte das E.on den Konzernumsatz auf 49,4 Milliarden Euro.

Es sei das erste Mal, dass die EU-Kommission ein Unternehmen wegen eines Siegelbruchs bestrafen wolle, berichtet das Handelsblatt.

E.on wies den Vorwurf gegenüber dem Handelsblatt als unzutreffend zurück. Das Siegel sei nicht gebrochen worden, niemand habe den versiegelten Raum betreten, verlautete aus Kreisen des Unternehmens. Dies habe Eon unter anderem durch ein wissenschaftliches Gutachten dargelegt.

Beamte der EU-Kommissio n hatten am 29. und 30. Mai 2006 die Geschäftsräume der Eon-Tochtergesellschaft Eon Energie in München wegen des Verdachts auf Kartellverstöße durchsucht. Dabei beschlagnahmte Dokumente waren in einem Raum gelagert worden, an dessen Tür die Ermittlungsbeamten das Siegel angebracht hatten.

ssu

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