Washington - Nach zähen Verhandlungen haben sich Republikaner und Demokraten im Kongress mit dem Weißen Haus auf ein Konjunkturprogramm geeinigt, das der lahmenden US-Wirtschaft Dampf machen soll. "Wir freuen uns bekanntzugeben, dass die Unterhändler eine Einigung über ein Wachstumspaket erzielt haben", sagt Dana Perino, die Sprecherin von US-Präsident George W. Bush.
US-Präsident Bush: Steuererleichterungen für Familien und Unternehmen
Kleinunternehmen sollen für Investitionen mit niedrigeren Steuern belohnt werden. Außerdem sind in dem Paket den Angaben zufolge eine Reform von Immobilienkrediten sowie andere Maßnahmen zur Entlastung von US-Kreditnehmern vorgesehen.
Bush drängt auf schnelle Umsetzung
Bush selbst drängte auf eine schnelle Umsetzung des Maßnahmenpakets: Repräsentantenhaus und Senat sollten es "so schnell wie möglich" verabschieden, sagte er vor Journalisten. Bush räumte ein, dass "kurzfristige Störungen im Immobilienmarkt und die Auswirkung höherer Energiepreise" das Wachstum der US-Wirtschaft bremsten. Dennoch könne die Bevölkerung "zuversichtlich in Hinblick auf unsere langfristigen Aussichten" sein. "Unsere Wirtschaft ist stark, sie ist dynamisch und sie ist belastbar", sagte Bush.
Zur Finanzierung des großzügigen Steuergeschenks wird offenbar an anderen Enden gespart: Die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf Verhandlungskreise, die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, habe sich bereit erklärt, auf geplante Erhöhungen des Arbeitslosengeldes und der Lebensmittelhilfe für Bedürftige zu verzichten.
Der Präsident hatte die massiven Steuererleichterungen am vergangenen Freitag vorgeschlagen, um der Konjunktur neue Impulse zu verleihen. Investoren an der Börse war dies nicht weit genug gegangen. Sie hatten mit Enttäuschung auf den Plan reagiert und damit die Turbulenzen der vergangenen Tage an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst.
ssu/AP/AFP/dpa
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