Wirtschaft



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12.02.2008
 

Scheintreffen mit Betriebsrat

Nokia-Vorstand will Bochumer Werk auf alle Fälle schließen

Das Treffen mit dem Betriebsrat ist in erster Linie Fassade: Der "Bild"-Zeitung zufolge ist die Schließung des Bochumer Werks im Nokia-Vorstand beschlossene Sache - mag der Rettungsplan, den die  Arbeitnehmervertreter präsentieren wollen, noch so ausgefeilt sein.

Hamburg - Die Hoffnung der Nokia-Mitarbeiter dürfte heute endgültig zerplatzen: Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise meldet, hält der Nokia-Vorstand an der geplanten Werksschließung unverändert fest. Daran könnten auch die heute anstehenden Gespräche zwischen Vorstand und Betriebsräten in Finnland nichts ändern, hieß es.

Protest vor dem Bochumer Nokia-Werk: Der Betriebsrat setzt noch immer auf die Rettung der Produktion
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DDP

Protest vor dem Bochumer Nokia-Werk: Der Betriebsrat setzt noch immer auf die Rettung der Produktion

Das neue Werk in Rumänien, das die Bochumer Fabrik ersetzen soll, hat die Produktion bereits gestartet. Die Vertreter der Arbeitnehmer in Bochum reisen trotzdem mit einem Plan nach Helsinki, der die Fabrik in Deutschland retten soll. So sollen Investitionen von mehr als 14 Millionen Euro in neue Produktionslinien die Produktivität erhöhen. Ziel sei eine Verdopplung der Produktion bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl.

Die Nokia-Verantwortlichen wollen der "Bild"-Zeitung zufolge heute aber lediglich erörtern, wie den von der Schließung betroffenen Mitarbeitern geholfen werden könne. Nach Angaben der Zeitung will der Vorstand dabei auf zügige und rasch umsetzbare Lösungen drängen.

Auch in der Politik scheint sich langsam die Überzeugung durchzusetzen, dass das Ende der Produktion in Bochum nicht mehr zu verhindern ist. Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben will den Mitarbeitern nun über Qualifizierungsmaßnahmen helfen. Es sei wichtig, die Qualifikation von angelernten Arbeitnehmern so weit wie möglich zu verbessern, sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Rundschau". Thoben geht davon aus, dass auch der Betriebsrat dies bei den Verhandlungen in Finnland hervorheben wird. Vom Ergebnis der Verhandlungen hänge ab, wie sie mit der Rückforderung von Subventionen in Höhe von 41 Millionen Euro umgehe.

Die Landesregierung verlangt das Geld zurück, weil Nokia weniger Leute beschäftigt haben soll, als im Subventionsbescheid festgelegt worden war. Nokia bestreitet dies. Thoben bekräftigte in dem Interview ihre generelle Kritik am Vorgehen des finnischen Konzerns: "Nokia muss wissen, dass wir bestimmte Verhaltensweisen nicht akzeptieren", sagte sie.

ase/ddp/dpa

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