Frankfurt am Main - "Es melden sich zahlreiche Interessenten aus dem In- und Ausland mit Vorschlägen zur Rettung des Unternehmens", sagte Holzmann-Sprecher Gerhard Semar. Es kämen Anfragen zur Übernahme von Beteiligungen oder Objekten. Dabei gehe es um "erstaunliche Beträge", betonte Semar. Alle ernstzunehmenden Interessenten würden sorgfältig geprüft. Namen und Höhe der Beträge wollte der Holzmann-Sprecher nicht nennen.
Der Mischkonzern SembCorp aus Singapur hat nach Informationen der "FAZ" Interesse an einem Engagement bei Holzmann. Am Dienstag hätten SembCorp-Vertreter in der Frankfurter Konzern-Zentrale die Lage sondiert. SembCorp ist angeblich grundsätzlich bereit, mehr als eine Milliarde Mark in den deutschen Baukonzern zu investieren. Das mehrheitlich staatliche Unternehmen wolle seine Positionen in Europa und den USA ausbauen.
SembCorp ist unter anderem in den Bereichen Infrastrukturprojekte, Schiffstechnik, Informationstechnologie und Lifestyle aktiv.
Auch der Mannheimer Baukonzern Bilfinger + Berger soll am USA-Geschäft der Philipp Holzmann AG interessiert sein. Dieser Eindruck sei am Rande einer Pressekonferenz in Berlin entstanden, so die "FAZ". Das Volumen der amerikanischen Bauleistung von Holzmann wird mit schätzungsweise rund 2,5 Milliarden Dollar angegeben, das von Bilfinger mit rund einer Milliarde Mark. Für das Amerika-Geschäft von Holzmann seien aber noch weitere Interessenten zu erwarten.
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