Washington - Die Ermittlungen sollten "sicherstellen, dass Einkünfte korrekt angegeben und versteuert wurden", heißt es in einer Erklärung der Steuerbehörde IRS. Um die Stichproben bei über 100 Amerikanern durchzuführen, will die IRS Daten aus Australien, Kanada, Frankreich, Italien, Neuseeland, Schweden und Großbritannien anfordern.
Mit den Fahndungen wolle man auch ein Exempel statuieren. "Nach den jüngsten Ereignissen muss klar sein, dass es keinen sicheren Ort für Steuerhinterziehung geben darf", heißt es in der Erklärung. "Wir werden alles dran setzen, bestehende Steuergesetze durchzusetzen." Ihre Offensive startet die IRS laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg im Auftrag des Michiganer Senators Carl Levin.
Informationen über die Verdächtigten erhielt die IRS vermutlich von Heinrich Kieber, einem ehemaligen Angestellten der Liechtensteiner LGT-Bank. Nach SPIEGEL-Informationen versorgte Kieber nicht nur deutsche Behörden mit Daten, sondern gab auch Informationen an Großbritannien und die USA weiter. "The Times" berichtet, dass Kieber zudem Kanada, Australien und Frankreich mit Informationen über Kunden der LGT-Bank versorgt habe.
ssu/AFP
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