Rom - Der Stahl wurde im Mai 2007 nach Italien exportiert - und erst jetzt von der Polizei beschlagnahmt. Die 30 Tonnen Metall des chinesischen Unternehmens Tisco waren unter anderem für die industrielle Produktion von Schornsteinen bestimmt. Zwar ging der Import-Stahl durch mehrere Betriebe in ganz Italien, wurde jedoch nicht verarbeitet.
Die Polizei beschlagnahmte den Stahl, nachdem bei Tests das radioaktive Isotop Cobalt-60 festgestellt worden war. Offenbar wurde er bei der Produktion versehentlich damit vermischt. Laut Polizei können Arbeiter, die mit dem Werkstoff hantierten und der Strahlung länger ausgesetzt waren, gesundheitlich gefährdet sein.
Seit 2005 hat sich der Import von Billig-Stahl nach Europa nahezu verdoppelt. Nach Angaben des deutschen Stahlverbandes stiegen die Importe feuerveredelter Bleche aus China in die EU von 178.000 Tonnen im Jahr 2005 auf rund 1,9 Millionen Tonnen 2007 an.
Chinas Exporte machten in der Vergangenheit wiederholt Negativ-Schlagzeilen: Potentiell tödliche Chemikalien wurden sowohl in Spielzeug als auch in Zahnpasta aus der Volksrepublik entdeckt.
sil/AP
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