Wiesbaden – Die Zahl der Baugenehmigungen sank 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mitteilte. Demnach genehmigten die Behörden den Bau von 182.300 Wohnungen, das waren 65.200 weniger als im Vorjahr. Am stärksten ging die Zahl der Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser zurück, sie sank um mehr als ein Drittel. Der Rückgang bei den Mehrfamilienhäusern fiel mit rund zwölf Prozent weniger drastisch aus.
Grund für den starken Rückgang sei insbesondere die Abschaffung der Eigenheimzulage, erklärte das Statistische Bundesamt. Die Zulage bekamen Bauherren, die ihren Bauantrag vor dem 1. Januar 2006 eingereicht hatten. Da für die Gewährung der Zulage das Antragsdatum entscheidend ist und bis zum Bau selbst nochmals Zeit vergeht, wirkt sich das Ende der Subvention erst mit Verzögerung auf die Auftragslage aus. Anfang 2006 hatte es noch einen Bauboom gegeben.
Die Regierung will die Abschaffung der Eigenheimzulage mit einer anderen Form der Förderung von Wohneigentum abmildern: Union und SPD einigten sich Ende Februar auf das sogenannte Wohn-Riester. Künftig sollen Riester-Sparer ihr eingezahltes Geld auch für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung oder zur Abzahlung eines Darlehens für den Bau oder Kauf einer Immobilie nutzen können.
| Baugenehmigungen von Wohnungen | ||||
| Gebäudeart | Genehmigte Wohnungen 2007 | 2006 | Veränderung absolut | in Prozent |
| Wohn- und Nichtwohngebäude (alle Baumaßnahmen) | 182.315 | 247.541 | –65.226 | –26,3 |
| Neu errichtete Gebäude | 160.968 | 220.435 | –59.467 | –27,0 |
| Quelle: Statistisches Bundesamt | ||||
sto/AFP
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