Stockholm - Ernüchterung bei Sony Ericsson: Der Handy-Hersteller erklärte, das Ergebnis dürfte im ersten Quartal nur noch zwischen 150 bis 200 Millionen Euro liegen. Vor Jahresfrist hatte das Nettoergebnis bei einer Gewinnmarge von 30,3 Prozent noch 362 Millionen Dollar betragen. Bislang hatte Sony Ericsson prognostiziert, diese Marge im laufenden Quartal beibehalten zu können. Wegen des Abflauens der Wirtschaft weltweit habe man die Erwartungen nun zurückschrauben müssen.
Vor allem in Europa sieht das Gemeinschaftsunternehmen von Sony
und Ericsson
eine schwächere Nachfrage bei mittel- bis hochpreisigen Mobiltelefonen. "Es erweist sich, dass der Markt herausfordernd ist", sagte Sony-Ericsson-Präsident Dick Komiyama. Er versicherte aber, die Gesellschaft halte an ihrem Plan fest, bis 2011 einer der drei Marktführer zu werden. Bislang behauptet sich das Unternehmen weltweit auf Platz vier.
Der Markt reagierte trotzdem entsetzt auf die Gewinnwarnung: Der Sony-Ericsson-Kurs sackte im Vormittagshandel um fast acht Prozent ab. Der trübe Ausblick des Konzerns sorgte für schlechte Stimmung im europäischen Technologiesektor und belastete auch den Handel im Dax
. Auch die Aktien der Wettbewerber gerieten unter Druck. Die Titel von Weltmarktführer Nokia
verloren zuletzt 3,5 Prozent. "Wenn Sony Ericsson in Europa Probleme hat, dann wird auch Nokia als Marktführer darunter leiden", sagte ein Experte. Dies sei ein klares Zeichen dafür, dass die Kunden sich zurückhielten.
ase/dpa-AFX/Reuters
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