Wirtschaft



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23.03.2008
 

Knappe Lebensmittel

Nestlé-Chef warnt vor Konkurrenz durch Biodiesel

138 Millionen Tonnen Mais - diese Menge wird allein in den USA zur Herstellung von Biotreibstoffen verbraucht. Nestlé-Chef Brabeck prangert diese Praxis nun an: Die Ressourcen fehlten in der Lebensmittelproduktion, landwirtschaftlicher Boden werde zum knappen Gut.

Zürich - Der Chef des Lebensmittelkonzerns Nestlé, Peter Brabeck, hat die Förderung von Biotreibstoffen scharf kritisiert. Es sei unverantwortlich und inakzeptabel, dass enorme Subventionen gezahlt würden, um aus Lebensmitteln Biotreibstoffe zu machen, sagte Brabeck der Schweizer Zeitung "NZZ am Sonntag".

Wenn die USA dieses Jahr 138 Millionen Tonnen Mais nur für Biotreibstoffe verwendeten, fehle diese Menge für die Lebensmittelproduktion und verschärfe den Kampf um den Boden. Das führe dazu, dass nicht nur der Preis für Mais steige, sondern auch jener für Soja und Weizen. Landwirtschaftlicher Boden werde so zum knappen Gut.

Das Gleiche gelte für Wasser, das auszugehen drohe. "Um einen Liter Bioethanol zu produzieren, brauchen Sie 4000 Liter Wasser", sagte der Nestlé-Chef und fügte hinzu: "Wasser ist das größere Problem als der CO2-Ausstoß."

wal/AP

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