Wirtschaft



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23.03.2008
 

Vergleichstabelle

Neuer Gaspreisschock - diese Versorger werden teurer

1400 Euro pro Jahr: So viel muss ein durchschnittlicher Gaskunde in Deutschland einem neuen Branchenüberblick zufolge künftig zahlen. Zum 1. April steigen vielerorts die Preise - zum Teil um mehr als 180 Euro. SPIEGEL ONLINE zeigt, wen es wie hart trifft.

Hamburg - Gas ist Gas, trotzdem unterscheiden sich die Preise gewaltig. Je nach Region müssen die Kunden 1100 Euro pro Jahr zahlen - oder 1550 Euro. Das hat das Verbraucherportal Verivox ermittelt.

Gasherd: Preiserhöhungen in fast allen Bundesländern
DPA

Gasherd: Preiserhöhungen in fast allen Bundesländern

In Zukunft sind allerdings auch Preise von bis zu 1630 Euro möglich. Denn in vielen Gegenden Deutschlands wird Gas nun noch teurer: In den kommenden Wochen steigen die Preise im Schnitt um 6,7 Prozent, mancherorts sogar um mehr als 14 Prozent.

Die große SPIEGEL-ONLINE-Vergleichstabelle zeigt: Die meisten Preistreiber sitzen in Nordrhein-Westfalen. Hier erhöhen 58 Versorger ihre Tarife zum 1. April oder zum 1. Mai. Aber auch sonst trifft es die Verbraucher in fast allen Bundesländern. Nur in Berlin und in Hamburg bleiben die Grundversorgungstarife stabil. Deutschlandweit schrauben 182 Gasunternehmen die Preise hoch.

Die größten Preiserhöhungen gibt es in Sachsen: Die Stadtwerke Reichenbach heben ihren günstigsten Tarif um 14,1 Prozent an. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden steigt die Jahresrechnung um 186 Euro auf rund 1500 Euro.

Auch der teuerste Anbieter, die Freitaler Strom + Gas GmbH, sitzt in Sachsen: Hier steigen die jährlichen Kosten auf fast 1630 Euro. Ähnlich teuer sind außerdem die Stadtwerke in Pasewalk und Weißwasser sowie die Stadtwerke Weißenbach in Bayern.

Grund für die erneute Teuerungswelle ist der Ölpreis. Die Gasversorger haben mit ihren Vorlieferanten Verträge geschlossen, die den Gaspreis an den Ölpreis koppeln. Mit rund sechs Monaten Verspätung bekommen nun auch die Gaskunden das teure Öl zu spüren.

Experten halten die Ölpreiskoppelung allerdings für nicht mehr zeitgemäß. Sie mache das Gas unnötig teuer, kritisiert Claudia Kemfert, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). "Die Konzerne kassieren durch die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis in ganz großem Stil ab." Gas müsse viel billiger sein: "Das Angebot ist so groß, dass der Preis bei einem Handel an der Börse 40 Prozent niedriger liegen könnte."

Die von Verivox ermittelten Zahlen beziehen sich nur auf die Tarife der örtlichen Grundversorger. Vielerorts können die Kunden ihr Gas aber auch von anderen Unternehmen beziehen. Verbraucherschützer empfehlen deshalb den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. In der Regel kann dies in wenigen Minuten erledigt werden (siehe Kasten). Der starke Anstieg der Energiepreise lässt sich so zumindest ein wenig dämpfen.

Anbieterwechsel - so funktioniert's

In wenigen Minuten zum Ziel

Der Wechsel des Stromanbieters ist sehr einfach. Für die Formalitäten braucht man nur wenige Minuten. Im Kern gilt das Gleiche auch für Gaskunden, wobei der Markt hier aber erst langsam in Bewegung kommt. Wechselwillige Kunden sollten Folgendes beachten.

Verbrauch ermitteln

Die Suche nach dem passenden Anbieter

Die Auswahl

Ökoanbieter

Die Formalitäten

Die Technik

wal

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