Wirtschaft



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25.03.2008
 

Modekonzern

Escada bekommt neue Eigentümer

Es ist einer der international bekanntesten deutschen Modekonzerne, doch er steckt in Schwierigkeiten: Escada braucht Geld - deshalb steigen der britische Finanzinvestor Apax und ein russischer Großaktionär bei dem Münchner Modehaus ein.

München - Zum Einstand präsentieren die neuen Eigner auch gleich eine Personalie, die es in sich hat: Neuer Vorstandsvorsitzender von Escada soll der bisherige Hugo-Boss-Chef Bruno Sälzer werden, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen "Kenner der Verhandlungen" berichtete. Dieser sagte dem Blatt, der britische Finanzinvestor Apax wolle sich nicht nur finanziell an dem Modehaus beteiligen, sondern auch ein neues Management mit einbringen.

Tasche, Tuch und Hut von Escada: Zurück in die Gewinnzone mit neuem Chef und neuem Eigner
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DDP

Tasche, Tuch und Hut von Escada: Zurück in die Gewinnzone mit neuem Chef und neuem Eigner

Nach dem Bericht will der britische Finanzinvestor Apax gemeinsam mit dem russischen Großaktionär Rustam Aksenenko die Mehrheit an dem Münchener Modekonzern übernehmen. Die neue Eigentümer-Konstellation soll dem Bericht zufolge bis zur Escada-Hauptversammlung am 17. April stehen.

Sälzer hatte erst Mitte Februar den Vorstandsvorsitz bei Deutschlands größtem Modekonzern Hugo Boss Chart zeigen aufgegeben. Er wollte die vom neuen Eigentümer, dem Finanzinvestor Permira, geforderte Sonderausschüttung nicht mittragen. Sälzer, dessen Vertrag bei Hugo Boss noch bis Ende Juni läuft, könnte seinen neuen Job Anfang Juli antreten. Die von ihm noch nachträglich für 730.000 Euro unterschriebene Konkurrenzausschlussklausel gilt nur für bestimmte Marken. Der Damenluxusmodeschneider Escada Chart zeigen gehöre offenbar nicht dazu, berichte die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.

Die Aktie des 1976 gegründeten und einst größten und international bekanntesten deutschen Modekonzerns Escada hat in den vergangenen Monaten dramatisch an Wert verloren. Im Sommer lag der Kurs noch bei über 35 Euro, inzwischen notiert der Konzern bei rund 13 Euro. Ende Februar hatte Escada eine tiefrote Bilanz für das Geschäftsjahr 2006/2007 präsentiert. Bei einem leicht rückläufigen Umsatz von 686 Millionen Euro belief sich der Verlust auf 27,3 Millionen Euro.

sam/dpa-AFX

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