Wirtschaft



  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
28.03.2008
 

Milliarden-Belastung

Rentenerhöhung viel teurer als erwartet

Die von der Regierung geplante Erhöhung der Renten soll deutlich teurer werden als bislang angenommen. Statt der von Arbeitsminister Scholz angekündigten 2,5 Milliarden Euro müsse mit Mehrausgaben von 12 Milliarden gerechnet werden, berichtet das "Handelsblatt".

Berlin - Die außerplanmäßigen Rentenerhöhungen in diesem und im nächsten Jahr werden nach Angaben des "Handelsblatts" deutlich teurer als von der Bundesregierung bislang zugegeben. Alleine für die Rentenversicherung summierten sich die Mehrausgaben bis 2011 auf 9,1 Milliarden Euro, berichtet die Zeitung unter Berufung auf ein Papier des Bundesarbeitsministeriums für das neue Rentenwertgesetz. Demnach kommen weitere 2,9 Milliarden Euro als Bundeszuschuss hinzu.

Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hatte bislang nur von den Belastungen für dieses und das nächste Jahr gesprochen und sie zusammen auf 2,5 Milliarden Euro beziffert. Die Renten sollen in diesem Jahr um 1,1 Prozent angehoben werden und im nächsten Jahr um 2,0 Prozent.

In seinem Gesetzesentwurf betont das Ministerium den Angaben zufolge, langfristig ergäben sich "keine unmittelbaren finanziellen Belastungen", weil die unterbliebenen Kürzungen später nachgeholt würden. Dies führe nach dem Finanztableau des Entwurfs zu deutlichen Einschnitten bei der Rentenentwicklung im nächsten Jahrzehnt, schreibt die Zeitung.

Von 2010 bis 2014 plane die Bundesregierung im Schnitt nur Rentenanpassungen von unter einem Prozent. Dadurch werde die Standardrente eines Musterrentners mit 45 Beitragsjahren 2014 gut 14 Euro niedriger (1279 Euro) ausfallen als nach geltendem Recht. Erst 2019 erreiche der Rentenwert wieder das Niveau, das er ohne die geplante Gesetzesänderung habe.

als/AFP/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP