Wirtschaft



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14.04.2008
 

Bedrohung für Kinder

Zahl gefährlicher Spielwaren steigt

Todesfalle Teddybär: Noch nie stufte die EU-Kommission so viele Puppen, Kuscheltiere und Plastikautos als gefährlich ein wie 2007. Noch nie wurden so viele Spielwaren vom Markt genommen. Die Mehrzahl der beanstandeten Spielzeuge kam aus China.

Brüssel - Aus großen, braunen Augen blickt der Bär die Kinder an. Er ist quietschbunt - und krebserregend. Produktkontrolleure in ganz Europa haben im vergangenen Jahr rund doppelt so viele gefährliche Spielwaren aus dem Verkehr gezogen wie 2006. Laut "Ruhr Nachrichten" stufte die EU-Kommission bis Ende Dezember 2007 mindestens 409 Spielzeuge als gefährlich ein - rund 85 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Junge im Spielwarenladen: Kleinteile können verschluckt werden
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AP

Junge im Spielwarenladen: Kleinteile können verschluckt werden

Außerdem gaben die europäischen Kontrollbehörden noch nie so viele Produktwarnungen heraus wie 2007: 1355 - ein Anstieg um 47 Prozent, teilte die EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva mit. Diese sei auf die erhöhte Wachsamkeit der Behörden zurückzuführen. Von allen Warengruppen wurden am häufigsten die Spielsachen bemängelt.

Sie machten 2007 etwa ein Drittel aller als unsicher gemeldeten Produkte auf dem europäischen Markt aus. Die Mehrzahl der gefährlichen Puppen, Kuscheltiere und Plastikautos kam aus China. Die größte Gefahr für das Leben von Kindern ginge dabei von giftigen Chemikalien und Kleinteilen aus, die verschluckt oder eingeatmet werden könnten.

Eine aktuelle Warnung vor gefährlichen Konsumgütern aus China findet sich in dem EU-Schnellwarnsystem Rapex. Deutsche Behörden schlugen demzufolge Anfang April wegen giftiger Filzstifte der Marke "Tiptop" Alarm. Sie mussten daraufhin aus den Läden genommen werden.

Im vergangenen Herbst hatte eine Reihe von Spielwaren-Rückrufen für Aufregung gesorgt. Unter anderem der US-Konzern Mattel musste mehr als 20 Millionen Spielzeuge zurückrufen.

sil/dpa/Reuters

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