Wirtschaft



  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
17.04.2008
 

Google

Werbeanzeigen werden kaum geklickt

Die Zeit der Rekordklicks ist vorbei: Amerikanische Google-Nutzer ignorieren weitgehend die Anzeigen neben den Suchergebnissen. Die Folge: Das Werbegeschäft von Google schwächelt. Im ersten Quartal wuchsen die Erlöse nur um magere 1,8 Prozent.

New York - Das Geschäft mit Werbeanzeigen ist für Google immens wichtig. Es macht einen Großteil der Erlöse des Suchmaschinenbetreibers aus. Doch wie das "Wall Street Journal" mit Berufung auf das Marktforschungsunternehmen ComScore berichtete, leidet das bislang einträgliche Geschäft unter zunehmend schlechten Klickzahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Klicks auf Anzeigen nur um 2,7 Prozent gewachsen.

Google-Logo: Schwache US-Konjunktur drückt Klickrate
Zur Großansicht
AP

Google-Logo: Schwache US-Konjunktur drückt Klickrate

Das Problem: Google bekommt nur dann Geld von den Werbern, wenn Internet-Nutzer auf die Anzeigen anspringen. Folglich verbuchte der Suchmaschinenanbieter in den ersten drei Monaten des Jahres auch nur magere Erlöse. Lediglich um 1,8 Prozent legten sie zu. Im Schlussquartal 2007 hatte es noch ein Wachstum von 25 Prozent gegeben - nach 48 Prozent im Vorquartal.

Schon im Januar und Februar hatten schlechte Klick-Ergebnisse die Branche aufgeschreckt und die Google-Aktie auf Talfahrt geschickt. Experten bewerten den Einbruch der Klickrate als Folge der schwachen US-Konjunktur. Google selbst fand eine andere Erklärung: Der Suchmaschinenanbieter führte den Rückgang auf Maßnahmen gegen ungewollte Zufallsklicks zurück.

ComScore hatte wiederholt betont, die Klickrate allein erlaube keinen Rückschluss auf den Geschäftsverlauf. Bei dieser Analyse würden die Google-Anzeigenpreise nicht berücksichtigt. Ähnlich hatten auch Google-Manager argumentiert: Die Beschränkung der Zufallsklicks solle es erlauben, die Preise zu erhöhen.

Derweil rückt im Übernahmepoker um Yahoo dem "Wall Street Journal" zufolge eine dauerhafte Anzeigen-Partnerschaft mit Google immer näher. Dieses ist nach wie vor in der Vermarktung erfolgreicher und bekommt mehr Geld je Anzeige. Die beiden Unternehmen hatten den Probelauf vergangene Woche für 14 Tage angekündigt. Im Anschluss soll über den Erfolg und eine weitere Partnerschaft entschieden werden.

sil/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP