Wirtschaft



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25.04.2008
 

Übernahmeschlacht

Microsoft stellt Yahoo Ultimatum bis zum Wochenende

Der Kampf um Yahoo wird immer härter. Microsoft will eine feindliche Übernahme in die Wege leiten oder sein Gebot zurückziehen, falls Yahoo bis zum Wochenende keine Verhandlungen aufnehme. Der Softwaregigant stellte erneut klar: Mehr als 40 Milliarden Dollar werde man nicht bezahlen.

Seattle - Der Übernahmepoker um Yahoo Chart zeigen steuert auf eine Entscheidung zu. Bei der Vorlage des Microsoft-Geschäftsberichts erhöhte Finanzchef Chris Liddell den Druck massiv. Microsoft Chart zeigen sei bereit, eine feindliche Übernahme in die Wege zu leiten oder sein Gebot zurückzuziehen, wenn Yahoo bis zum Wochenende nicht Verhandlungen aufnehme. Zugleich machte Liddell erneut klar, dass der weltgrößte Softwarekonzern sein Gebot über mehr als 40 Milliarden Dollar keinesfalls erhöhen werde.

Schriftzüge von Microsoft und Yahoo: Ginge es nach den Zahlen, müsste sich die Verhandlungsposition von Yahoo verbessert haben
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DPA

Schriftzüge von Microsoft und Yahoo: Ginge es nach den Zahlen, müsste sich die Verhandlungsposition von Yahoo verbessert haben

Das forsche Auftreten von Microsoft ist umso überraschender, als der Konzern keine allzu guten Geschäftszahlen vorlegte. Im abgelaufenen Quartal verdiente das Unternehmen unter dem Strich 4,39 Milliarden Dollar, im Vorjahreszeitraum waren es 4,93 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte lediglich um 0,4 Prozent auf 14,45 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit Erlösen von 14,49 Milliarden Dollar gerechnet.

Yahoo dagegen hatte die Anleger kürzlich mit überraschend guten Zahlen erfreut. So konnte das Unternehmen seinen Quartalsgewinn verdreifachen. Ginge es allein nach den Zahlen, müsste sich die Verhandlungsposition von Yahoo damit verbessert haben. Unternehmenschef Jerry Yang stellte denn auch klar, dass Microsoft sein Gebot anheben müsse.

Doch genau davon will der Softwaregigant nichts wissen. Mit der neuen Verbalattacke will Microsoft die Übernahme nun offenbar schnell zu Ende bringen. Die Erwartungen der Yahoo-Führung seien "unrealistisch", sagte Finanzchef Liddell. Der Wert von Yahoo steige nicht, sondern sinke im Gegenteil derzeit.

Bei einer feindlichen Übernahme würde sich Microsoft direkt an die Yahoo-Aktionäre wenden. Diese dürften der Verlockung höchstwahrscheinlich nachgeben, denn das Microsoft-Gebot liegt über dem aktuellen Yahoo-Kurs. Anfang nächster Woche werde Microsoft über das weitere Vorgehen informieren, sagte Liddell.

Microsoft will Yahoo übernehmen, um sein eigenes Online-Geschäft zu stärken. Gemeinsam könnten die beiden Unternehmen die Dominanz des Rivalen Google Chart zeigen bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen.

wal/Reuters/dpa-AFX

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